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Vorsondierungen von Grünen und FDP – verordnete Harmonie

  • Ein Foto, ein abgestimmter Satz, veröffentlicht auf den Instagram-Accounts der Spitzen von Grünen und FDP.
  • Zum Beginn ihrer Vorsondierungen sind die beiden wahrscheinlichen Juniorpartner der künftigen Regierungskoalition auf Harmonie und Brückenbau bedacht.
  • Ob das anhält, wenn der große dritte Partner hinzukommt und es ans Eingemachte geht, müssen die Beteiligten aber erst beweisen, kommentiert Felix Huesmann.
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Berlin. Vier Köpfe, ein Foto und ein abgestimmter Satz. Demonstrativer könnten FDP und Grüne den Wunsch nach einem gemeinsamen Regieren zu Beginn ihrer Vorsondierungen kaum nach außen tragen. Am Dienstagabend haben sich die Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck sowie FDP-Chef Christian Lindner und sein Generalsekretär Volker Wissing zu ersten Gesprächen getroffen.

Die Öffentlichkeit erfuhr davon durch vier wort- und bildgleiche Posts auf den Instagram-Accounts der Politiker. „Auf der Suche nach einer neuen Regierung loten wir Gemeinsamkeiten und Brücken über Trennendes aus. Und finden sogar welche. Spannende Zeiten“, heißt es dort jeweils unter einem Foto der vier.

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Von Sondierungen und Liebesbeziehungen

Das Bild ist das Ergebnis einer gut choreografierten Öffentlichkeitsarbeit. Es verdeutlicht aber auch, dass die beiden wahrscheinlichen Juniorpartner der künftigen Regierungskoalition aus den strapaziösen und für alle Beteiligten schädlichen Jamaika-Sondierungen 2017 gelernt haben. Für Habeck gilt für Sondierungsgespräche dasselbe wie für den Beginn einer Beziehung: Auch da sei es nicht ratsam, zuerst das Störende aufzuzählen.

Wenn die Zusammenarbeit von FDP und Grünen für beide Seiten und das Land gelingen soll, dann ist das ein wichtiger Ansatz. Gelegenheiten für Streit zwischen den beiden wird es noch zur Genüge geben. Sich gleich am Anfang einer neuen Beziehung darin zu verheddern, wer zu laut schnarcht und wer den Müll nie rausbringt, wäre da keine gute Voraussetzung. Zumal nach den ersten Anbahnungen von FDP und Grünen noch ein dritter, dominanter Partner hinzukommt – und Dreierbeziehungen nicht im Ruf stehen, unkomplizierter zu sein.

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Ob der Wunsch zur Gemeinsamkeit auch anhält, wenn es ans Eingemachte geht, müssen alle Beteiligten noch beweisen. Ein abgestimmtes Instagram-Foto aus dem Off ist ein besserer Anfang als das elitäre Schaulaufen auf dem Balkon der Parlamentarischen Gesellschaft 2017. Viel mehr aber auch nicht.

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