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  • Vor Trump: Johnson, Bolsonaro, Lukaschenko – diese Staatschefs waren schon mit Corona infiziert

Auch diese Staats- und Regierungschefs waren schon mit Corona infiziert

  • Donald Trump ist nicht das erste Staatsoberhaupt, das sich mit dem Coronavirus infiziert hat.
  • Vor ihm erging es unter anderem schon Großbritanniens Boris Johnson oder dem umstrittenen belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko so.
  • Ein Überblick, welche Spitzenpolitiker bereits an Corona erkrankten.
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US-Präsident Donald Trump gehört zu einer Handvoll Staats- und Regierungschefs weltweit, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben. Trump ist 74 und dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt, dass die Krankheit einen schwereren Verlauf nehmen könnte.

Ein Überblick über Politiker, die sich sonst noch mit Sars-CoV-2 infiziert haben:

Boris Johnson im April an Corona erkrankt

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Der britische Premier (56) musste nach seiner Infektion im April ins Krankenhaus verlegt werden. Sein Zustand verschlechterte sich dramatisch und er kam auf die Intensivstation, wo er drei Nächte blieb. Johnson wurde dort Sauerstoff verabreicht, er musste aber nicht künstlich beatmet werden, wie das bei vielen schwer erkrankten Covid-19-Patienten der Fall ist. Wie schwer auch seine Erkrankung gewesen war, machte Johnson deutlich, indem er nach seiner Genesung seinen Ärzten und Pflegern für die Rettung seines Lebens dankte und sagte, es hätte so oder so ausgehen können.

Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien. © Quelle: Pippa Fowles/10 Downing Street/d

Jair Bolsonaro hatte keine schweren Symptome

Ähnlich wie Trump – und in der frühen Phase der Pandemie ein Stück weit auch Boris Johnson – hatte Bolsonaro (65) die Gefahr durch das Virus heruntergespielt. Er traf Unterstützer ohne Maske und ohne Sicherheitsabstand. Im Juli erkrankte er dann selbst, hatte aber keine schweren Symptome. Er nutzte seine Infektion, um für das umstrittene Malariamedikament Hydroxychloroquin als Behandlungsmethode für das Virus zu werben.

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Jair Bolsonaro, Präsident von Brasilien. © Quelle: Marcos Corrêa/Palacio Planalto/

Alexander Lukaschenko empfahl Wodka gegen Corona

Der umstrittene Präsident von Belarus (66) tat die Gefahr durch das Virus als “Psychose” ab und empfahl seinen Landsleuten, Wodka zu trinken, um gesund zu bleiben. Im Juli gab er bekannt, dass er selbst infiziert sei, aber keine Symptome habe. Belarus ist eines der wenigen Länder weltweit, die nicht mit radikalen Einschränkungen versucht haben, eine Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Juan Orlando Hernández: Präsident von Honduras im Juni infiziert

Der Präsident von Honduras (51) gab im Juni bekannt, dass er, seine Frau und zwei enge Vertraute sich angesteckt hätten. Er ließ sich nach eigenem Bekunden mit einer experimentellen – und kostengünstigen – Methode behandeln, mit den Wirkstoffen Microdacyn, Azithromycin, Ivermectin und Zink. Im Juli musste er kurzzeitig ins Krankenhaus. Hernández forderte bei der UN-Generaldebatte im September, auch ärmeren Ländern den gleichen Zugang zu einem künftigen Corona-Impfstoff zu gewähren.

Juan Orlando Hernandez, Präsident von Honduras. © Quelle: Michael Brochstein/Zuma Press/dp
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Guatemalas Präsident Giammattei und bolivianische Interimspräsidentin Áñez in häuslicher Isolation

Der 64-jährige guatemaltekische Präsident gab Mitte September seine Infektion bekannt. Giammattei, der Multiple Sklerose hat und zum Gehen einen Stock braucht, betonte aber, dass er nur geringe Symptome wie Gliederschmerzen und einen leichten Husten habe. Er isolierte sich daraufhin zu Hause. Die Interimspräsidentin Boliviens (53) isolierte sich nach einer Infektion im Juli ebenfalls, erkrankte aber nicht schwer.

Präsident der Dominikanischen Republik infizierte sich im Wahlkampf

Der neue Präsident der Dominikanischen Republik (53) infizierte sich im Wahlkampf. Vor der Wahl im Juli war er mehrere Wochen lang in Isolation.

Luis Abinader, Präsident der Dominikanischen Republik. © Quelle: Tatiana Fernandez/AP/dpa

Weitere Corona-infizierte Spitzenpolitiker

Mehrere Mitglieder der iranischen Regierung wurden positiv auf das Virus getestet, darunter die Vizepräsidenten Eschak Dschahangiri und Massumeh Ebtekar.

Der indische Vizepräsident Muppavarapu Venkaiah Naidu (71) infizierte sich kürzlich ebenfalls, hatte aber nach Angaben seines Büros keine Symptome. Innenminister Amit Shah, die Nummer zwei im Kabinett von Ministerpräsident Narendra Modi, musste wegen einer Infektion im September ins Krankenhaus, gilt aber als wieder genesen.

Im Südsudan war Vizepräsident Riek Machar einer von mehreren Regierungsmitgliedern, die sich infizierten.

Der armenische Ministerpräsident Nikol Paschinjan und der russische Regierungschef Michail Mischustin wurden ebenfalls positiv auf das Virus getestet.

RND/AP



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