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Vor globalem Klimastreik: Viel Unterstützung für “Fridays for Future”

  • “Fridays for Future” ruft für Freitag zu einem globalen Klimastreik aus. Mit Erfolg.
  • Unter anderem Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, die Evangelische Kirche oder die Gewerkschaft Verdi schließen sich an.
  • Allein in Deutschland sind mehr als 400 Demonstrationen geplant.
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Berlin. Für ihren Aufruf zum globalen Streik für mehr Klimaschutz an diesem Freitag bekommt die Bewegung Fridays for Future breite Unterstützung. Mit dabei sind Umwelt- und Entwicklungsorganisationen wie Greenpeace und Brot für die Welt, aber auch die Evangelische Kirche, die Gewerkschaft Verdi und der Deutsche Kulturrat. Sie riefen am Montag alle Bürger auf, an den bislang mehr als 400 bundesweit geplanten Demonstrationen teilzunehmen. "Junge und Erwachsene gemeinsam können die Regierung zum Handeln antreiben. Bisher hat die Bundesregierung versagt", erklärten sie.

Tag für Tag erhöhe sich die Treibhausgas-Konzentration in der Atmosphäre, der Anstieg sei noch immer exponentiell, hieß es weiter. "Wenn es nicht gelingt, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, droht eine Klimakatastrophe, die nicht mehr aufzuhalten ist."

Verdi-Chef Bsirske zum Klimawandel: "Er bedroht die Menschheit als Ganze"

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Verdi-Chef Frank Bsirske erklärte, Fridays for Future mache zu Recht Druck auf die Politik. "Dem Klimawandel muss in der Tat viel energischer als bisher begegnet werden. Er bedroht die Menschheit als Ganze." Die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, sagte: "Wir sind Teil der Schöpfung Gottes und mitverantwortlich, sie zu bewahren. Noch konsequenter als bisher werden wir uns für den Klimaschutz einsetzen."

Für die globale Streikwoche für mehr Klimaschutz, die am Freitag beginnt, haben Aktivisten schon Proteste in mehr als 2000 Städten in 129 Staaten angekündigt. Die von der Schwedin Greta Thunberg angestoßene Protestbewegung wird von Schülern und Studenten getragen. Für Deutschland fordert Fridays for Future unter anderem, dass der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase spätestens 2035 unterm Strich auf null sinkt - also 15 Jahre früher als bisher geplant. Der Kohleausstieg soll demnach schon bis 2030 vollzogen und eine 100-prozentige erneuerbare Energieversorgung bis 2035 erreicht sein.

In den USA, wo sich Greta Thunberg derzeit aufhält, ist die Bewegung noch nicht so popluär wie in Europa. Zu dem von Thunberg besuchten Streik am Freitag in Washington kamen nur ein paar Hundert Teilnehmer.

Mehr lesen: “Fridays for Future” wird verfilmt

RND/dpa

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