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Klöckner verspricht Bund-Länder-Pakt zum Klima- und Moorschutz noch für diesen Monat

  • Bundesland­wirtschafts­ministerin Julia Klöckner (CDU) hat 330 Millionen Euro von der Bundesregierung für die Landwirtschaft angekündigt.
  • Die Hilfen sind Teil des geplanten Bund-Länder-Paktes zum Moorschutz, der noch vor der Bundestags­wahl verabschiedet werden soll.
  • Die Ministerin bezeichnete die Ziele des Paktes als ambitioniert.
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Berlin. Bundes­land­wirtschafts­ministerin Julia Klöckner (CDU) hat angekündigt, ihren Bund-Länder-Pakt zum Moorschutz noch vor der Bundestagswahl zu verabschieden. „Bis zum Jahr 2030 wollen wir so die jährlichen Treib­haus­gas-Emissionen aus Moorböden um fünf Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent reduzieren“, erklärte sie in einem Gastbeitrag für das Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND). Das habe ihr Ministerium mit den Bundesländern erarbeitet. „Diese Zielvereinbarung wird bis Mitte des Monats von allen unterzeichnet“, so Klöckner.

„Durch die Zersetzung von Moorböden insbesondere infolge von Entwässerungsmaßnahmen und Torfabbau werden jährlich etwa 53 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent freigesetzt“, sagte die Land­wirt­schafts­ministerin. 2019 seien das etwa 6,7 Prozent der gesamten Treib­haus­gas-Emissionen Deutschlands gewesen. „Aktiver Moorschutz ist damit gleichbedeutend mit effektivem Klimaschutz“, so Klöckner.

Allerdings sei das vereinbarte Ziel im Bund-Länder-Pakt ambitioniert und verlange Regionen mit trocken­gelegten Moorböden einiges ab, betonte die Ministerin: „Denn diese land­wirt­schaftlichen Flächen oder Wälder müssen wiedervernässt werden, um den Torf als natürlichen Kohlen­stoff­speicher zu erhalten. Kühe können auf diesen Flächen dann nicht mehr grasen und es kann auch kein Ackerbau betrieben werden.“

Stattdessen können auf Moorböden künftig etwa Schilfrohr oder Torfmoose zur CO₂-freien Energie-Erzeugung angebaut werden, so die Ministerin.

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330 Millionen Euro von der Bundes­regierung

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Klöckner betonte, dass ihr Ministerium die Neuausrichtung der landwirtschaftlichen Nutzung von Moorflächen finanziell unterstützen werde: „Bis 2025 stehen uns dazu 330 Millionen Euro aus dem Energie- und Klimafonds der Bundesregierung zur Verfügung“, sagte sie. „Allein für das Jahr 2022 sind 115 Millionen Euro an Fördergeldern vorgesehen.“

Das Bundes­umwelt­ministerium unter Svenja Schulze (SPD) hatte vergangene Woche erstmals eine nationale Strategie zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Mooren vorgestellt und dabei Klöckners Agrarministerium vorgeworfen, einen entsprechenden Kabinetts­beschluss verhindert zu haben.

RND

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