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Von der Leyen wegen Impfungen: EU-Kommission will nicht mehr „Sündenbock“ sein

  • EU-Kommissions­präsidentin Ursula von der Leyen hat sich heftig gegen Kritik an der Impfkampagne der Europäischen Union gewehrt.
  • „Die EU-Kommission will nicht mehr der Sündenbock sein“, sagte sie.
  • Von der Leyen verwies stattdessen auf die Liefer­schwierigkeiten des Herstellers Astrazeneca.
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Berlin. Mit klaren Worten hat sich EU-Kommissions­präsidentin Ursula von der Leyen gegen Kritik an der Impfstrategie der Europäischen Union gewehrt. „Die EU-Kommission will nicht mehr der Sündenbock sein“, sagte sie. Sie verwies auf Lieferprobleme des Herstellers Astrazeneca.

Wie die Nachrichten­agentur Bloomberg berichtet, verteidigte Ursula von der Leyen vor Journalistinnen die Impfkampagne der Europäischen Union. Mit Blick auf den Rest der Welt sei die EU auf einem guten Stand bei den Impfungen – und die Impfraten würden steigen. Zudem solle sich die monatliche Impfdosen­produktion verdoppeln. Die Kommission sehe bis Ende März eine monatliche Produktion von 90 bis 100 Millionen Dosen vor.

Astrazenca-Export soll verhindert werden

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EU-Kommissionschefin von der Leyen unterstützt den italienischen Vorstoß, einen Export von Astrazeneca-Impfdosen nach Australien zu verhindern. „Wenn ein Unternehmen nicht liefert, können wir keine Exporte zulassen“, sagte von der Leyen in Brüssel. Sie habe Italien von Anfang an bei seiner Entscheidung unterstützt, da Astrazeneca weniger als 10 Prozent der Impfdosen liefere, die ursprünglich für das erste Quartal vereinbart wurden, heißt es bei der Nachrichten­agentur Bloomberg.

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Solange Astrazeneca nicht erklären könne, warum es nicht in Europa geliefert habe, gebe es ein Problem damit, dass in Europa produzierte Impfdosen woandershin gehen. Von der Leyen weiter: „Ich denke, es liegt in der Verantwortung des Unternehmens, seine Lieferungen zu organisieren.“

RND/ag

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