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Von der Leyen gesteht Versäumnisse bei Impfstoffbeschaffung ein

  • Die Corona-Impfungen sind in der EU alles andere als glatt angelaufen.
  • In einem Interview räumt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nun Versäumnisse ein.
  • Die EU habe unterschätzt zu welchen Komplikationen es bei der Impfstoffherstellung kommen könne.
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Brüssel. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat Versäumnisse bei der Beschaffung von Corona-Impfstoffen auf europäischer Ebene eingeräumt.

Die EU habe unterschätzt, welche Komplikationen bei der Herstellung solcher Impfstoffe auftreten können, sagte von der Leyen in einem Interview der „Süddeutschen Zeitung“ und anderer europäischer Medien.

Mit Blick auf Kritik, die EU habe zu zögerlich bestellt, sagte sie: „Natürlich: Ein Land kann ein Schnellboot sein. Und die EU ist mehr ein Tanker.“

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Früher über die Massenproduktion nachdenken

Die deutsche Kommissionspräsidentin sagte weiter: „Wir haben uns sehr stark auf die Frage fokussiert, ob es ein Vakzin geben wird, also die Entwicklung.“ Aus heutiger Sicht hätte man „stärker parallel über die Herausforderungen der Massenproduktion nachdenken müssen“.

Die CDU-Politikerin fügte hinzu: „Wir hätten den Menschen erklären sollen, dass es vorangeht, aber langsam, und dass es bei diesen komplett neuen Verfahren Probleme und Verzögerungen geben wird. Doch wir haben unterschätzt, welche Komplikationen auftreten können.“

Die Kommission hat für die 27 EU-Mitgliedstaaten bei insgesamt sechs Herstellern bis zu 2,3 Milliarden Impfdosen geordert. Derzeit liefern die Unternehmen jedoch weniger als erhofft oder versprochen. Inzwischen, so von der Leyen, gelte jedoch: „Die Richtung stimmt bei den Lieferzahlen.“ Sie betonte zudem, dass alle 27 Regierungen in die Verhandlungen mit den Pharmakonzernen eng eingebunden gewesen seien.

RND/dpa

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