Von der AfD blockiert? Twitter-Tool misst Zahl der Blocks

  • Anhänger der AfD nutzen offenbar gern und oft die Möglichkeit, bestimmte Twitter-Nutzer zu blockieren.
  • Ein neues Tool soll nun zeigen, wie oft sie dieses Mittel einsetzen.
  • Dahinter steckt ein Lieblingsgegner der AfD.
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Auf Twitter tobt der Meinungskampf. Wenn es um politische Fragen geht, scheinen etwa die Diskussionen zwischen AfD-Anhängern und -Gegnern oft sinnlos – zu unversöhnlich stehen sich die Kommentatoren gegenüber.

Ein beliebtes Mittel, den Diskussionen aus dem Weg zu gehen, ist es, andere Nutzer zu blockieren. Das geht schnell, und der andere Nutzer bekommt davon in der Regel nicht einmal etwas mit. Die Tweets blockierter Accounts erscheinen anschließend nicht mehr im eigenen Feed.

„afdblockt.de“: Zentrum für Politische Schönheit hat die AfD als Lieblingsfeind

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Nun haben Twitter-Nutzer die Chance, herauszufinden, wie viele AfD- oder AfD-nahe Accounts ihren Account sperren. Das jedenfalls verspricht die Website „afdblockt.de“: „Mit diesem Tool kannst du einfach und schnell überprüfen, ob du auf einer der uns bekannten Listen zu finden bist“, heißt es dort. Hierzu müssen sich Nutzer nur mit ihrem Twitter-Account einloggen. Die Ergebnisse werden danach angezeigt.

Hinter der Website steckt laut Impressum das Zentrum für Politische Schönheit – eine Gruppe von Aktionskünstlern, die die AfD zum Lieblingsfeind erklärt hat. So hatte die Gruppe einmal eine Nachbildung des Holocaust-Mahnmals errichtet – in Sichtweite des Wohnhauses von Björn Höcke.

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„afdblockt.de“: Twitter-Nutzer freuen sich über Blocks

Das neue Tool wird eifrig genutzt, der Hashtag „AfD-Accounts auf Twitter“ stieg schnell in den Twitter-Trends nach oben. Viele Nutzer sehen die Zahl der Blocks als Bestätigung dafür, auf der „richtigen Seite“ zu stehen.

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Andere sehen die Zahl als Ansporn, aktiver zu werden.

Manche bringen es auf bis zu 100 Blocks und vermuten dahinter ein strategisches Vorgehen der AfD und ihrer Sympathisanten.

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pach/RND