• Startseite
  • Politik
  • Von Australien bis London: Dutzende Festnahmen bei Klima-Protesten

Von Australien bis London: Dutzende Festnahmen bei Klima-Protesten

  • Nicht nur in Berlin gehen die Aktivisten von Extinction Rebellion an diesem Montag auf die Straße.
  • Protestiert wird auch in London, Amsterdam oder im fernen Australien und Neuseeland.
  • Dort wurden dutzende Menschen festgenommen.
Anzeige
Anzeige

Sydney. Auch in Australien und Neuseeland haben Hunderte Aktivisten der Gruppe Extinction Rebellion für mehr Klimaschutz demonstriert. Dutzende Menschen seien bei den Protestaktionen am Montag festgenommen worden, wie die Polizei mitteilte.

In der neuseeländischen Hauptstadt Wellington blockierten die Klima-Demonstranten zentrale Straßen sowie Ministerien und besetzten eine Bankfiliale, wie die Organisatoren mitteilten. Mehr als 30 Aktivisten seien laut Polizeiangaben vorübergehend festgenommen worden. Insgesamt hatten sich Hunderte an den Protestaktionen beteiligt.

Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern äußerte sich kritisch zu den Blockade-Aktionen: "Ich werde nie dagegen sein, dass jemand seine Meinung äußern und seine Stimme erheben kann. Aber Menschen daran zu hindern, ihrer täglichen Arbeit nachzugehen, bringt uns dem Klimaschutz, den sie fordern, nicht unbedingt näher", zitierte das Webportal "Stuff" die Regierungschefin.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige
In der britischen Hauptstadt London sind zahlreiche Aktivisten von Extinction Rebellion auf die Straße gegangen. Hier sind rot gekleidete Aktivisten zu sehen, die auf der Lambeth-Brücke Polizisten gegenüber stehen.  @ Quelle: Matt Dunham/AP/dpa

Auch in mehreren australischen Städten blockierten Klima-Demonstranten Straßen. In Sydney nahm die Polizei 30 Menschen fest, die sich geweigert hatten, eine Straße nahe dem Hauptbahnhof zu räumen. Demonstrationen in Melbourne und Brisbane verliefen laut Medienberichten dagegen größtenteils ohne Zwischenfälle.

Ziel sei es, die Regierung dazu zu bringen, entschlossenere Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen, sagte die Aktivistin Miriam Robinson der australischen Nachrichtenagentur AAP. Die Gruppe habe sich bei den Menschen für die Unannehmlichkeiten entschuldigt. "Aber das ist nichts im Vergleich zu den Unannehmlichkeiten, die uns erwarten, wenn uns Nahrung und Wasser ausgehen", fügte sie hinzu.

Auch in Amsterdam und London gab es zahlreiche Festnahmen. Die Amsterdamer Polizei nahm etwa 50 Demonstranten bei einer Blockade-Aktion fest. Die Demonstranten hatten am frühen Montagmorgen eine wichtige Durchgangsstraße blockiert und Dutzende kleine Zelte aufgestellt. Mit „zivilem Ungehorsam“ solle die Regierung gezwungen werden, mehr für den Klimaschutz zu tun, sagte ein Sprecher der Demonstranten im niederländischen Radio. Die Stadt hatte die Protestaktion aber an dieser Stelle verboten.

Anzeige
Video
Klimaprotest in Berlin: Extinction Rebellion startet Aktion
0:58 min
Im Regierungsviertel haben sie ihr Lager aufgeschlagen, nun schwärmen sie in die ganze Stadt aus: Die Aktivistengruppe Extinction Rebellion  © dpa

In London legten Teilnehmer des Klimaprotests teilweise den Verkehr in der britischen Hauptstadt lahm. Mehrere Gruppen von Demonstranten blockierten am Morgen die Westminster Bridge und mehrere Straßen im Regierungsviertel. Bereits wenige Stunden nach Beginn des Protests hatte es am Montag in London mehr als 20 Festnahmen gegeben.

Anzeige

Weiter lesen:

Extinction-Rebellion in Berlin - Rackete fordert ökologischen Notstand

Das sind die Klimaschützer, die Straßen blockieren

Das plant Extinction Rebellion in Berlin

RND/dpa