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Völkermord in Ruanda: Macron lässt nach harscher Kritik Pariser Archive öffnen

  • Frankreich öffnet die Pariser Archive mit Unterlagen von Spitzenpolitikern aus der Zeit des Völkermords von Ruanda.
  • Zuvor hatte eine Historiker-Kommission eine große Verantwortung Frankreichs beim Völkermord festgestellt.
  • Beweise für eine Mitschuld gebe es jedoch nicht.
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Paris. Nach Kritik an Frankreichs Verhalten beim Völkermord im ostafrikanischen Staat Ruanda 1994 hat Präsident Emmanuel Macron die Öffnung von Pariser Archiven angeordnet. Wie der Élyséepalast am Mittwochabend mitteilte, seien Dokumente der Jahre 1990 bis 1994 aus den Archiven des damaligen Staatsoberhauptes François Mitterrand nun zugänglich.

Auch Unterlagen des damaligen Premierministers Edouard Balladur können nun gelesen werden. Der konservative Politiker amtierte von 1993 bis 1995.

Frankreich hat laut Historikern eine große Verantwortung am Völkermord

Eine Historiker-Kommission war im vergangenen Monat zu dem Schluss gekommen, dass auf Frankreich in Bezug auf den Völkermord schwere Verantwortung lastet. Paris sei damals angesichts der Vorbereitungen des Genozids blind geblieben, lautete eine Schlussfolgerung. Es gab jedoch keine Beweise für eine Mitschuld Frankreichs am Tod von mehr als 800.000 Menschen. Vertreter der Hutu-Mehrheit hatten Angehörige der Tutsi-Minderheit und gemäßigte Hutu getötet.

RND/dpa

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