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  • Vitamin-Zugabe in Nahrungsergänzungsmitteln: Neuer Anlauf für EU-weite Regelung

Gegen die Überdosis: EU-Länder für Obergrenze bei Vitamin-Zugabe

  • Seit Jahren wird eine EU-weite Regelung für die Zugabe von Vitaminen und Mineralstoffen in Nahrungsergänzungsmitteln gefordert.
  • Doch die EU-Kommission bleibt untätig.
  • Nun wagt Bundeslandwirtschaftministerin Julia Klöckner zusammen mit 18 Amtskollegen einen neuen Anlauf.
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Berlin. Vitamine und Mineralstoffe sind gesund und lebensnotwendig. Doch im Übermaß können sie auch gesundheitsschädlich sein. Bisher fehlt eine EU-weitere Regelung.

Diese fordert nun Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) in einer gemeinsamen Initiative mit 18 weiteren EU-Mitgliedsstaaten. In einem Brief an EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakidis schreiben die Ministerinnen und Minister: “Wir sind der Ansicht, dass eine EU-weite Festlegung von Höchstgehalten von Vitaminen und Mineralstoffen in Nahrungsergänzungsmitteln und angereicherten Lebensmitteln weiterhin dringend erforderlich ist.”

Der Brief liegt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) exklusiv vor.

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1:11 min
Die Bundeslandwirtschaftsministerin sagte, man solle solidarisch mit anderen Verbraucherinnen und Verbrauchern sein.  © Jan Sternberg/Reuters

Über die Frage wird seit Jahren debattiert. Viele Mitgliedsstaaten haben nationale Höchstwerte festgelegt. Diese unterscheiden sich teilweise stark.

Bei Magnesium zum Beispiel dürfen in Slowenien bis 600 Milligramm in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet werden, in Bulgarien nur 250 Milligramm. Bei Vitamin E schwanken die Regelungen sogar zwischen zehn Milligramm in Finnland und der Slowakei sowie bis zu 800 Milligramm in Zypern.

Ein Marktcheck für magnesiumhaltige Nahrungsergänzungsmittel ergab, dass 27 von 42 der untersuchten Produkte zu hoch dosiert waren. Das heißt, sie enthielten mehr als die vom Scientific Committee for Food (einem Expertengremium der EU), abgeleitete sichere Zufuhrmenge an Magnesium. Je nach Magnesiumkonzentration kann es dadurch zu Nebenwirkungen wie Durchfall oder Erbrechen kommen.

Daher fordern die 19 Länder die EU-Kommission auf, die unterbrochenen Arbeiten zu Höchstgehaltsregelungen für Vitamine und Mineralstoffe “zeitnah wiederaufzunehmen” und eine EU-weite Regelung zu erlassen.

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