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Vier-Tage-Woche: Heil unterstützt Vorschlag der IG Metall

  • Um durch die Corona-Krise zu kommen, hält Bundesarbeitsminister Hubertus Heil gute und pragmatische Ideen für nötig.
  • Deshalb zeigt sich der SPD-Minister offen für den Vorschlag der IG Metall zur Einführung einer Vier-Tage-Woche.
  • Das soll einen Stellenabbau in wirtschaftlich angeschlagenen Betrieben verhindern.
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Berlin/Essen. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) zeigt sich offen für den Vorschlag der IG Metall zur Einführung einer Vier-Tage-Woche.

Um durch die Corona-Krise zu kommen, seien gute und pragmatische Ideen gefragt, sagte Heil den Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe. “Reduzierte Arbeitszeit bei teilweisem Lohnausgleich kann eine geeignete Maßnahme sein.”

Voraussetzung sei, dass sich Arbeitgeber und Gewerkschaften darauf verständigten. Die Tarifpartnerschaft sei “ein starkes Mittel, um solche Ideen gemeinsam zu entwickeln”, unterstrich der Minister.

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FDP warnt: “Funktioniert nicht”

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Die FDP warnt vor der Einführung einer Vier-Tage-Woche. “Das Konzept “weniger Arbeiten und den Wohlstand dennoch halten” hat noch nie funktioniert”, sagte der Vizevorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Christian Dürr, am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. “Die Zeche dafür, nämlich sinkende Löhne und eine stark steigende Verschuldung, wird die Mitte der Gesellschaft zahlen. Die zusätzlichen Schulden sind dann die Steuern von morgen.”

Dürr sagte: “Die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt kann man nicht dauerhaft auf Pump finanzieren. Stattdessen müssen wir die Wirtschaft wieder ankurbeln, so dass am Ende auch die Steuereinnahmen wieder fließen.” In einem ersten Schritt müssten private Haushalte und Unternehmen entlastet werden, damit sich wieder neue Dynamik entfalten könne.

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Um einen Stellenabbau in der Corona-Krise zu verhindern, hatte IG-Metall-Chef Jörg Hofmann vorgeschlagen, in der kommenden Tarifrunde eine Vier-Tage-Woche als Option für wirtschaftlich angeschlagene Betriebe zu vereinbaren. Für die Beschäftigten solle es einen “gewissen Lohnausgleich” geben.

RND/epd

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