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Ministerium will verurteilte homosexuelle Soldaten rehabilitieren

  • Noch bis in die 1960er Jahre galten homosexuelle Handlungen als Straftat und kamen auch vor Bundeswehr-Gerichte.
  • Erst vor 20 Jahren wurde die institutionelle Diskriminierung Homosexueller bei der Bundeswehr endgültig beendet.
  • Nun will das Verteidigungsministerium Betreffende rehabilitieren.
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Berlin. Das Verteidigungsministerium will im September einen Gesetzentwurf zur Rehabilitierung von Soldaten vorlegen, die wegen ihrer Homosexualität bei der Bundeswehr diskriminiert worden sind.

Dabei gehe es insbesondere um die Soldaten, die wegen einvernehmlicher sexueller Handlungen von einem Truppendienstgericht verurteilt worden sind, teilte das Ministerium am Freitag auf seiner Internetseite mit.

Diskriminierung homosexueller Soldaten erst 2000 beendet

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Homosexuelle Handlungen waren bis Ende der 1960er Jahre eine Straftat und beschäftigten auch die Bundeswehr-Gerichte. Homosexuelle Soldaten mussten in den Anfangsjahren der Bundeswehr zudem damit rechnen, degradiert oder entlassen zu werden.

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Später konnten sie zwar in den Streitkräften bleiben, wurden aber nicht mehr mit verantwortungsvollen Aufgaben betraut. Erst durch die Aufhebung eines Erlasses zur Personalführung homosexueller Soldaten am 3. Juli 2000, also vor genau 20 Jahren, wurde die institutionelle Diskriminierung Homosexueller bei der Bundeswehr beendet.

RND/dpa

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