Verteidigungsausschuss beschließt Sondersitzung zu KSK

  • Das Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr kommt aus der Kritik nicht heraus.
  • So wird etwa Kommandeur Markus Kreitmayr vorgeworfen, seinen Soldaten ermöglicht zu haben, gestohlene Munition zurückzugeben - ohne Konsequenzen.
  • Nun will sich der Bundestags-Verteidigungsausschuss in einer Sondersitzung mit den Vorfällen in der Elitetruppe befassen.
Anzeige
Anzeige

Berlin. Der Verteidigungsausschuss des Bundestages soll am 12. April in einer Sondersitzung über Vorfälle im Kommando Spezialkräfte (KSK) und den Umgang im Verteidigungsministerium damit beraten. Das sei das Ergebnis einer Obleutesitzung, hieß es am Donnerstag aus der FDP. Zu der Sondersitzung sollen demnach Staatssekretär Gerd Hoofe, der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Alfons Mais, sowie Andreas Conradi, Abteilungsleiter Recht, eingeladen werden.

Die Politiker wollen außerdem Generalmajor Andreas Hannemann hören, der als Kommandeur der Division Schnelle Kräfte (DSK) der truppendienstliche Vorgesetzte des KSK-Kommandeurs Markus Kreitmayr ist. Dem Brigadegeneral wird angelastet, dass er seine Soldaten von März bis Mai vergangenen Jahres gehortete oder womöglich auch gestohlene Munition ohne weitere Konsequenzen zurückgegeben ließ.

„Wir erwarten von der Sondersitzung klare Erkenntnisse, wer für die Munitionsaffäre wirklich die Verantwortung trägt. Ein weiteres Hin- und Herschieben der Verantwortung werden wir nicht hinnehmen“, sagte die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann der Deutschen Presse-Agentur.

Erwartet werde auch die Anwesenheit des Generalinspekteurs Eberhard Zorn. „Die ist anscheinend bisher nicht vorgesehen, aber aus unserer Sicht zwingend notwendig. Da er für die Weitergabe der Informationen an die Ministerin verantwortlich ist, trägt er eine wesentliche Rolle“, erklärte Strack-Zimmermann.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen