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„Verbindliche Meilensteine“: Holetschek will einheitliche Pflegereform

  • Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek fordert eine umfassende Pflegereform.
  • Pflegende Angehörige sollen zukünftig besser entlohnt werden.
  • Der CSU-Politiker ist in Sorge um die Ausbildungssituation.
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München. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat sich für eine umfassende Pflegereform noch in diesem Jahr ausgesprochen. Außerdem solle eine Deutsche Bundesstiftung Pflege ins Leben gerufen werden aus, um die Debatte auf eine breitere Basis zu stellen. In einem dpa-Interview erklärte der Politiker, dass es ein „gesamtheitliches, gesellschaftliches Konzept“ brauche, das einen „konstruktiven Dialog zwischen den Generationen“ darstelle.

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Der gelernte Jurist fordert die sofortige Umsetzung des Pflegebonus. Eine Pflegereform müsse ihren Namen wirklich verdienen, es brauche eine umfassende Struktur- und Finanzreform der Pflegeversicherung und mehr „gesellschaftlichen und politischen Einsatz für unsere Pflegekräfte und die pflegenden Angehörigen“, sagte der 57-Jährige. Nur so sei die pflegerische Versorgung für die Zukunft sichergestellt. Zudem brauche es in Deutschland ein Moratorium zum Stopp von Bürokratie in der Pflege.

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Holetschek erklärte, dass das Bundesland Bayern hier führend sei, die Staatsregierung trage ihren Teil dazu bei, so der CSU-Politiker. Er forderte mehr akademisch ausgebildete Pflegekräfte. In Bayern gebe es ebenfalls einen erheblichen Rückgang junger Menschen, die sich für ein Pflegestudium entschieden. Der Freistaat habe deshalb ein Stipendienprogramm für das Pflegestudium auf den Weg gebracht – der Bund dagegen habe leider bisher noch nicht reagiert.

Der bayerische Gesundheitsminister will auch die Situation pflegender Angehöriger verbessern. „Die Angehörigen leisten mit ihrem Einsatz jeden Tag Großes und sind aus der pflegerischen Versorgung nicht wegzudenken“, erklärte Holetschek. Er begrüße es, dass das auch von ihm geforderte Pflegezeitgeld im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP im Bund stehe. Es komme nun auf eine zeitnahe Umsetzung an: „Wir brauchen schnellstmöglich ein Pflegezeitgeld, um pflegenden Angehörigen durch eine Lohnersatzleistung pflegebedingte Auszeiten zu ermöglichen.“

RND/dpa

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