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Immobiliengeschäft: Vatikan erhebt Anklage gegen neun Personen

  • Durch eine Immobilien-Investition von 350 Millionen Euro durch das Staatssekretariat des Vatikans, soll der Heilige Stuhl um Millionenbeträge geprellt worden sein.
  • Seit zwei Jahren wird ermittelt.
  • Neun Personen werden unter anderem Erpressung, Amtsmissbrauch und Betrug vorgeworfen.
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Rom. Das Strafgericht im Vatikan hat im Zusammenhang mit einem verlustreichen Immobiliengeschäft in London Anklage gegen neun Personen und vier Unternehmen erhoben.

Den Betroffenen werde unter anderem Erpressung, Amtsmissbrauch und Betrug vorgeworfen, teilte das Gericht am Samstag mit. Der Prozess soll am 27. Juli beginnen.

Heiliger Stuhl soll um Millionenbeträge geprellt worden sein

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In dem Fall wurde seit zwei Jahren ermittelt. Es geht um eine Investition von 350 Millionen Euro durch das Staatssekretariat des Vatikans, durch die der Heilige Stuhl um Millionenbeträge geprellt worden sein soll.

Zu den Angeklagten zählen vier ehemalige Vatikan-Funktionäre, zwei davon aus dem Staatssekretariat, und ein italienischer Geheimdienstexperte. Die Beschuldigten weisen die Vorwürfe zurück.

Als einer der Hauptverdächtigen gilt der italienische Geschäftsmann Gianlugi Torzi. Er soll laut Anklage gemeinsam mit einem ebenfalls angeklagten Anwalt die Verantwortlichen im Vatikan hinters Licht geführt haben, als diese das betroffene Gebäude komplett kaufen wollten. Torzi behauptet, es habe sich lediglich um ein Missverständnis gehandelt. Er hält sich derzeit in London auf, ein Auslieferungsantrag wurde gestellt

RND/AP

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