Zeichen gegen Rassismus: US-Staat Virginia will umstrittene Statue entfernen

Demonstranten halten in Richmond vor der Statue des Konföderierten General Robert E. Lee Schilder zum Gedenken an George Floyd.

Demonstranten halten in Richmond vor der Statue des Konföderierten General Robert E. Lee Schilder zum Gedenken an George Floyd.

Washington/Richmond. Inmitten der Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA hat der Gouverneur des Bundesstaates Virginia, Ralph Northam, die Entfernung einer seit langem umstrittenen Statue angeordnet. Das Denkmal für den Südstaaten-General im amerikanischen Bürgerkrieg, Robert E. Lee, in der Stadt Richmond solle so schnell wie möglich abgebaut werden, kündigte der Demokrat Northam am Donnerstag an.

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Robert E. Lee führte die Konföderierten im Bürgerkrieg der Südstaaten gegen die Nordstaaten. Die damals weitgehend landwirtschaftlich geprägten Südstaaten wehrten sich unter Lees Führung vehement gegen die Abschaffung der Sklaverei und gegen mehr Rechte für Schwarze. Lee wird von der rechten Szene in den USA als Held verklärt.

Kundgebung von Rechtsextemisten in Charlottesville

Die geplante Entfernung einer Lee-Statue war 2017 auch Anlass für eine Kundgebung von Rechtsextremisten in der Stadt Charlottesville in Virginia gewesen. Bei rassistischen Ausschreitungen war damals eine Gegendemonstrantin von einem Auto erfasst und getötet worden. Nach den gewaltsamen Protesten dort hatten diverse US-Städte Statuen, die an den Bürgerkrieg erinnern, abgebaut. Um das Lee-Denkmal in Richmond hatte es lange politische und rechtliche Diskussionen gegeben.

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Northam sagte, er rechne mit Protesten gegen seine Entscheidung. "Ich weiß, dass viele Leute sauer sein werden." Es sei aber der richtige Schritt. Die Entfernung von Symbolen sei nur ein kleiner Teil beim Kampf gegen Rassismus in Amerika. "Wir brauchen Veränderungen in diesem Land", mahnte er. Aber auch Symbole spielten eine wichtige Rolle. Man müsse einen ehrlichen Blick auf die Vergangenheit werfen.

Seit Tagen kommt es in vielen US-Städten zu Demonstrationen gegen Rassismus, Polizeigewalt und soziale Ungerechtigkeit. Auslöser ist der Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota am 25. Mai.

RND/dpa

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