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Proteste in den USA: Gericht in Oakland in Brand gesteckt, Toter in Austin

Polizisten folgen in New York einer Gruppe von Protestlern während der Demonstration "Solidarität mit Portland", die gegen Rassismus und Polizeigewalt gerichtet ist.

Polizisten folgen in New York einer Gruppe von Protestlern während der Demonstration "Solidarität mit Portland", die gegen Rassismus und Polizeigewalt gerichtet ist.

Oakland. Bei Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt ist es in mehreren Teilen der USA am Wochenende zu Krawallen gekommen. In der Stadt Oakland in Kalifornien wurde ein Gerichtsgebäude in Brand gesteckt. Eine kleine Gruppe von Demonstranten habe Fenster eingeschlagen, Feuerwerkskörper abgeschossen und Polizeibeamte mit Lasern geblendet, teilte die Polizei von Oakland am späten Samstagabend (Ortszeit) mit. Das Feuer konnte rasch wieder gelöscht werden.

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Am Rande einer Demonstration im US-Staat Texas ist ein Mensch erschossen worden. Ein Autofahrer habe aus seinem Wagen heraus auf den Mann gefeuert, teilte die Polizei am Sonntagmorgen mit. Der Verdächtige sei festgenommen worden. Sein Motiv war zunächst unklar. Der Zwischenfall in Austin ereignete sich am Samstagabend.

In Aurora, einem Vorort von Denver in Colorado, fuhr ein Auto durch eine Menschenmenge, die auf einer Autobahn demonstrierte. Wie die Polizei mitteilte, feuerte einer der Demonstranten eine Waffe ab und mindestens eine Person wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht. Außerdem wurden auch dort in einem Gericht Fenster eingeschlagen und es wurde ein Feuer gelegt, wie die Polizei mitteilte. Ermittlungen wurden aufgenommen.

Heftige Auseinandersetzung zwischen Bundespolizisten und Demonstranten

In Portland, im US-Bundesstaat Oregon, kommt es seit Wochen zu Ausschreitungen zwischen Anti-Rassismus Demonstranten und Bundesbeamten.

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Auch in Portland war es am Samstag zu Krawallen gekommen, als sich Tausende Demonstranten vor einem Gerichtsgebäude versammelt hatten. Hintergrund ist, dass US-Präsident Donald Trump Bundespolizisten in Portland und andere Städte geschickt hatte, um Bundesgebäude wie Gerichte zu schützen. Kritiker halten das für verfassungswidrig.

Hunderte, teils bewaffnete Demonstranten marschieren durch Louisville

Auslöser der Proteste in den USA war aber eigentlich der Tod des Schwarzen George Floyd bei einem Polizeieinsatz Ende Mai. Im ganzen Land gingen daraufhin Menschen auf die Straße, auch gegen andere Fälle von Polizeigewalt wie etwa jenem von Breonna Taylor. Die 26-jährige Studentin war bei einer Drogenrazzia in ihrer Wohnung in Louisville erschossen worden. Ziel der Razzia waren jemand anderer, der gar nicht dort wohnte, und es wurden auch keine Drogen gefunden.

Hunderte, teils bewaffnete Demonstranten marschierten am Samstag durch Louisville in Kentucky und forderten, dass die Verantwortlichen für den Tod von Taylor zur Verantwortung gezogen werden sollten. Die Polizei stellte Barrikaden auf, weil sich auch Gegendemonstranten einer weißen Miliz formiert hatten.

Zu einem Aufeinandertreffen der beiden Gruppen kam es letztlich nicht. Drei Personen waren aber zuvor im Protestlager der schwarzen Aktivisten angeschossen worden.

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RND/AP

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