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Wüste Wortgefechte, Unterbrechungen und Lügen: So chaotisch lief das erste TV-Duell

  • Chaotisch verläuft das erste TV-Duell zwischen Donald Trump und seinem Herausforderer Joe Biden.
  • Vor allem der US-Präsident fällt seinem Gegner immer wieder ins Wort.
  • Umstrittene Aussagen, die in den nächsten Tagen kontrovers diskutiert werden dürften, gibt es einige – und auch Lügen.
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Cleveland. Wüste Wortgefechte haben den Beginn der ersten TV-Debatte von US-Präsident Donald Trump und seinem Herausforderer Joe Biden geprägt. Trump fiel Biden am Dienstag auf der Bühne in Cleveland immer wieder ins Wort. Auch Moderator Chris Wallace hatte Mühe, sich gegen Trump durchzusetzen. Kommentatoren sprachen danach von der vermutlich chaotischsten Debatte überhaupt.

Trump und Biden sprachen häufig gleichzeitig, vor allem Trump redete Biden oftmals lautstark rein, sodass Biden irgendwann entnervt sagte: „Würden Sie die Klappe halten, Mann?“ Fakt sei, dass alles, was der Präsident bis zu diesem Zeitpunkt gesagt habe, schlicht gelogen sei. „Ich bin nicht hier, um auf seine Lügen hinzuweisen. Jeder weiß, dass er ein Lügner ist.“ Wallace bat Trump, Biden ausreden zu lassen. „Leute, habt ihr irgendeine Vorstellung, was dieser Clown da macht?“, fragte Biden, der teilweise in die Kamera schaute und sich direkt an das Publikum wendete.

Video
Schlüsselpassage war Trumps Hinweis an die extreme Rechte
8:11 min
Constanze Stelzenmüller, Außenpolitik-Expertin in Washington, analysiert im Gespräch mit RND-Korrespondentin Marina Kormbaki das TV-Duell Trump gegen Biden.
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Biden lachte häufig über Trumps Behauptungen

Immer wieder versuchte Trump, die Kontrolle über die Debatte zu bekommen. Kritische Fragen wie nach seinen Steuern oder der Coronavirus-Pandemie versuchte Trump umzulenken, um Biden anzugreifen. Dieser lachte häufig über Trumps Behauptungen und Breitseiten.

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Doch trotz seiner Versuche, die Diskussion zu dominieren, geriet Trump auch häufig in die Defensive. Er weigerte sich beispielsweise, weiße Rassisten und paramilitärische Gruppen zu verurteilen, und sagte stattdessen, es müsse etwas gegen die linke Gruppierung Antifa und die radikale Linke gemacht werden.

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Trump weigert sich, weiße Rassisten zu verurteilen

Zum Start der Debatte sollte es eigentlich um Trumps kontroverses Vorgehen in der Frage der Neubesetzung der vakanten Stelle am Obersten Gerichtshof gehen, doch wurde bald über den Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie gestritten. Trump behauptete, dass statt mehr als 200.000 Corona-Toten zwei Millionen Opfer zu beklagen wären, falls Biden Präsident wäre. Belege dafür legte er nicht vor.

Moderator Chris Wallace appellierte an Trump, dass es für die Erörterung des Kampfes gegen Covid-19 im TV-Duell noch viel Zeit geben werde. Dann fragte er den Präsidenten, ob er einen Plan für seine seit Langem versprochene Alternative zur Gesundheitsreform seines Vorgängers Barack Obama habe. Darauf antwortete Trump: „Zunächst einmal habe ich den Eindruck, dass ich mit Ihnen debattiere, nicht mit ihm, aber das ist okay. Ich bin nicht überrascht.“

ZUM THEMA

Die erste TV-Debatte von Trump und Biden fand in Cleveland im Staat Ohio statt.

RND/AP

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