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  • USA tief gespalten: Evangelikale glauben an Rassismus gegen Christen und gottgegebene Macht von Trump

Weiße Evangelikale in den USA beklagen Rassismus gegen Christen

  • Eine neue Umfrage in den USA beweist erneut das, was sich seit Jahren abzeichnet: Das Land ist zutiefst gespalten.
  • So glauben weiße Evangelikale an ein Rassismus gegen Christen und eine gottgegebene Macht von Donald Trump.
  • Republikaner glauben im Gegensatz zu den Demokraten eher an eine vorbestimmte Rolle der USA in der Geschichte der Menschheit.
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Washington. Schwarze und Weiße, Demokraten und Republikaner sowie Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen leben in den USA einer Umfrage zufolge in unterschiedlichen Welten. Nach Angaben des Meinungsforschungsinstituts Public Religion Research Institute vom Montag (Ortszeit) erklärten 47 Prozent der Weißen bei der Erhebung, sie seien zufrieden mit Präsident Donald Trumps Amtsführung. Hingegen sind nur 14 Prozent der Afroamerikaner zufrieden.

Am besten schnitt Trump bei weißen Evangelikalen ab. 76 Prozent äußerten sich positiv. Bei der Erhebung wurden 2.530 Erwachsene in den USA telefonisch befragt.

Evangelikale sehen Gewalt gegen Schwarze als “isolierte Vorfälle”

40 Prozent der Umfrageteilnehmer erklärten, Gott habe den USA eine besondere Rolle in der Geschichte der Menschheit zugewiesen. 64 Prozent der Republikaner und 32 Prozent der Demokraten vertraten diese Ansicht. Glaubensgruppen waren geteilt: Eine besondere Rolle ihres Landes sähen 82 Prozent der weißen Evangelikalen, 32 Prozent der weißen „Mainline“-Protestanten und 15 Prozent der Menschen ohne religiöse Bindung, hieß es.

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59 Prozent der Befragten wiesen den Gedanken zurück, Trump oder sein demokratischer Herausforderer Joe Biden seien von Gott zum Präsidentenamt berufen worden. Weiße Evangelikale sind jedoch zu 55 Prozent der Ansicht, Trump sei von Gott berufen worden.

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Auch Ansichten zu Rassismus und Polizeigewalt unterscheiden sich laut der Erhebung deutlich. 70 Prozent der weißen Evangelikalen und 17 Prozent der schwarzen Protestanten vertraten die Ansicht, tödliche Polizeiaktionen gegen Schwarze seien „isolierte Vorfälle“. Einige weiße „Mainline“-Protestanten haben ihre Meinung in den vergangenen Jahren geändert. 2015 hielten 73 Prozent von ihnen die Vorfälle für isoliert, 2020 sind es nur noch 57 Prozent.

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Befragte waren zu 75 Prozent der Ansicht, dass Schwarze in den USA häufig diskriminiert werden. Nach Ansicht weißer Evangelikaler ist Diskriminierung von Christen jedoch weiter verbreitet. 66 Prozent weißer Evangelikaler beklagten eine Diskriminierung vom Christen und 55 Prozent eine Diskriminierung von Schwarzen.

RND/epd

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