„Um Leben zu retten“: USA spenden halbe Milliarde Impfdosen an ärmere Länder

  • Die USA wollen arme Länder der Welt beim Impfen unterstützen.
  • Eine halbe Milliarde Impfdosen sollen deshalb an 92 Länder gespendet werden, so das Weiße Haus.
  • Die ersten 200 Millionen Dosen sollen zwischen August und Ende des Jahres geliefert werden - und nicht an Bedingungen geknüpft sein.
Anzeige
Anzeige

Washington. US-Präsident Joe Biden hat die Unterstützung der globalen Impfkampagne zur Beendigung der Corona-Pandemie als humanitäre Pflicht bezeichnet.

Die Vereinigten Staaten knüpften die Spende von Hunderten Millionen Impfdosen an arme Länder nicht an Bedingungen, sagte Biden am Donnerstag im Küstenort St. Ives im englischen Cornwall. „Unsere Impfstoffspenden beinhalten keinen Druck für Gefälligkeiten oder mögliche Zugeständnisse. Wir tun das, um Leben zu retten. Um diese Pandemie zu beenden.“ Biden stellte für Freitag eine Ankündigung der G7-Staaten zur Unterstützung der globalen Impfkampagne in Aussicht.

What's up, America? Der USA-Newsletter liefert Hintergründe zu den Entwicklungen in Politik, Gesellschaft und Kultur ‒ jeden zweiten Dienstag.
Anzeige

Das Weiße Haus hatte zuvor angekündigt, 500 Millionen Impfdosen des Vakzins der Pharmakonzerne Pfizer und Biontech zu erwerben und an 92 arme Länder und die Afrikanische Union zu spenden. 200 Millionen Dosen sollen zwischen August und Ende des Jahres geliefert werden, die übrigen 300 Millionen bis Juni 2022.

Es sei auch in Amerikas eigenem Interesse, den Kampf gegen die Pandemie auch anderswo in der Welt zu unterstützen, sagte Biden. „Solange das Virus anderswo wütet, besteht die Gefahr neuer Mutationen, die unser Volk bedrohen könnten.“ Es halte zudem das globale Wirtschaftswachstum zurück, erhöhe die Instabilität und schwäche Regierungen. Es sei im Interesse aller, dass sich die Weltwirtschaft von der Pandemie erhole. „Und das wird nicht passieren, es sei denn, wir können diese Pandemie weltweit unter Kontrolle bringen.“

Biden ist seit Mittwochabend in Großbritannien, wo er ab Freitag am Treffen der Staats- und Regierungschefs der sieben großen Industrienationen teilnimmt. Im Zentrum des G7-Gipfels steht neben der Corona-Pandemie auch der Klimaschutz. Es ist Bidens erste Auslandsreise als Präsident, die ihn in den kommenden Tagen auch nach Brüssel und Genf zu weiteren Spitzentreffen führt.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen