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USA, Russland, Pakistan, China: „Taliban dürfen den Friedens­prozess beim Abzug nicht stören“

  • Mehrere Länder haben die Taliban dazu aufgerufen, beim Abzug der Nato-Truppen aus Afghanistan nicht anzugreifen.
  • Der Friedensprozess dürfe nicht gestört werden, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.
  • Die vier Staaten riefen die afghanische Regierung und die Taliban zu einer Verhandlungslösung auf.
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Washington/Doha. Die USA, Russland, China und Pakistan haben die Taliban dazu aufgerufen, den Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan nicht durch Anschläge und Angriffe zu stören.

„Wir betonen, dass während des Abzugs der Friedens­prozess nicht gestört werden darf, keine Kämpfe oder Unruhen in Afghanistan statt­finden dürfen und die Sicherheit der internationalen Truppen gewährleistet sein muss“, hieß es am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung nach einem Treffen von Vertretern der vier Länder in Doha im Golfemirat Katar. Dort seien die Repräsentanten auch mit Unter­händlern der afghanischen Regierung und der Taliban zusammen­gekommen.

„Wir bekräftigen unseren Appell an alle Konflikt­parteien in Afghanistan, das Ausmaß der Gewalt im Land zu verringern, und an die Taliban, keine Frühjahrs­offensive auszuführen“, hieß es in der Erklärung weiter.

„Wir verurteilen auf das Schärfste alle Angriffe, die vorsätzlich auf Zivilisten in Afghanistan abzielen, und fordern alle Parteien auf, ihre Verpflichtungen nach dem humanitären Völker­recht unter allen Umständen einzuhalten.“

Die vier Staaten riefen die afghanische Regierung und die Taliban zu einer Verhandlungs­lösung auf. Eine gewaltsam installierte Regierung in Afghanistan werde man nicht unterstützen, hieß es.

US-Präsident Joe Biden hatte Mitte des Monats den Abzug aller US-Soldaten aus Afghanistan bis spätestens zum 11. September angekündigt. Die Nato hatte unmittelbar darauf verkündet, das Bündnis werde den Einsatz vollständig beenden.

Der Abzug der Nato-Truppen aus Afghanistan hat nach Angaben des Bündnisses schon begonnen und soll in „ein paar Monaten“ abgeschlossen sein. Damit endet auch der Bundeswehreinsatz in Afghanistan. Vertreter der USA, Russlands, Chinas und Pakistans haben in den vergangenen zwei Jahren mehrfach über Afghanistan beraten.

RND/dpa

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