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Afghanistan-Rückzug: US-Außenminister Blinken verteidigt sich erneut im Kongress

  • US-Außenminister Antony Blinken hat sich am Dienstag erneut gegen die Kritik des chaotischen Afghanistan-Rückzugs verteidigt.
  • Vor dem außenpolitischen Ausschuss des US-Senats wiederholte Blinken seine Argumente vom Montag.
  • Er sieht die Schuld beim früheren US-Präsidenten Donald Trump.
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Washington. US-Außenminister Antony Blinken hat wieder Attacken von Kongressmitgliedern wegen des Rückzugs aus Afghanistan abzuwehren versucht. Bei einer Aussage vor dem außenpolitischen Ausschuss des US-Senats wiederholte Blinken am Dienstag seine Argumente vom Montag, als er vor dem außenpolitischen Ausschuss des Repräsentantenhauses ausgesagt hatte. Die Regierung habe ihr Bestmögliches unter sehr schwierigen und chaotischen Umständen gegeben, sagte Blinken. Er gab der Regierung des früheren US-Präsidenten Donald Trump wegen deren Friedensabkommen mit den Taliban von 2020 und dem schnellen Sturz der afghanischen Regierung die Schuld.

Wegen des Rückzugs haben die Taliban die komplette Macht über Afghanistan. Viele US-Staatsbürger, Menschen mit einer Green Card und gefährdete Afghanen sitzen im Land fest.

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Kritik von Demokraten und Republikanern

Der demokratische Vorsitzende des außenpolitischen Ausschusses des Senats, Bob Menendez, und der Republikaner James Risch kritisierten den Rückzug als Debakel. „Die Ausführung des US-Rückzugs war eindeutig und auf fatale Weise mangelhaft“, sagte Menendez. „Der Rückzug war ein erbärmliches Scheitern“, urteilte Risch.

Die demokratische Senatorin Jeanne Shaheen sagte, sowohl die Demokratische als auch die Republikanische Partei sei für die Lage in Afghanistan verantwortlich. „Lasst uns mit der Heuchelei darüber aufhören, bei wem die Schuld liegt“, sagte Shaheen. Damit attackierte sie Trump und seinen früheren Außenminister Mike Pompeo, die das Friedensabkommen mit den Taliban ausgehandelt hatten. „Ich will wissen, wo die Empörung war, als sie die Rechte von Frauen und Mädchen weggaben“, sagte Shaheen.

RND/AP

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