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  • US-Wahl und Deutschland: Kramp-Karrenbauer ruft zu stärkerer Zusammenarbeit mit den USA auf - unabhängig vom Wahlergebnis

Kramp-Karrenbauer: Deutschland bleibt auch nach der Wahl von USA abhängig

  • Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ruft dazu auf, die Zusammenarbeit mit den USA wieder zu stärken, egal wie die dortige Wahl ausgeht.
  • Das sei angesichts russischer Machtausübung und globaler chinesischer Vormachtsambitionen notwendig.
  • Dennoch müsse Deutschland mit Blick auf die USA Konsequenzen aus den aktuellen Entwicklungen ziehen.
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Berlin. Vor der Präsidentschaftswahl in den USA hat die deutsche Verteidigungsministerin und CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer dazu aufgerufen, die transatlantische Zusammenarbeit unabhängig vom Ergebnis wieder zu stärken.

“Egal, wie die Wahl ausgeht, den Westen angesichts unverkennbarer russischer Machtausübung und globaler chinesischer Vormachtsambitionen stark zu halten, das können nur Amerika und Europa gemeinsam”, sagte Kramp-Karrenbauer dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Dienstag).

Die Bundesrepublik könne sich in keinem Fall von den USA abwenden, müsse aber auch seine Konsequenzen aus den aktuellen Entwicklungen ziehen, betonte die Verteidigungsministerin: “Deutschland bleibt einerseits von Amerikas strategischem Schutz abhängig. Andererseits müssen Deutschland und Europa gleichzeitig zum deutlich aktiveren Träger der westlichen Ordnung werden”, sagte Kramp-Karrenbauer dem RND.

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Mit Blick auf die umstrittene Rolle von US-Präsident Donald Trump sagte die CDU-Chefin: „Unkritische Gefolgschaft ist kein guter Weg, ebenso wenig ist es das reflexhafte Abarbeiten an einem Zerrbild.“ Sie appellierte an alle Demokraten dies- und jenseits des Atlantiks, sich auf die Gemeinsamkeiten zu konzentrieren: „Wir sollten die freiheitlichen Werte verteidigen, zu deren Geltung Amerika auch in Deutschland historisch beigetragen hat wie niemand sonst“, sagte Kramp-Karrenbauer dem RND.

Mehr als 93 Millionen US-Bürger haben bereits gewählt

Bevor die Wahllokale in den USA am Dienstagabend (Ortszeit) schließen, hatten Präsident Donald Trump und Herausforderer Joe Biden mit Auftritten in besonders umkämpften US-Staaten versucht, noch unentschlossene Wähler auf ihre Seite zu ziehen.

Mehr als 93 Millionen Amerikaner hatten bis Montag bereits von der Möglichkeit der Frühwahl Gebrauch gemacht oder per Brief ihre Stimme abgegeben. Beide Wahlkampfteams wähnen sich vor der Wahl am Dienstag nach eigenen Angaben auf der Siegerstraße. Während Biden in vielen Umfragen vorne liegt, setzt Trump darauf, von einer Welle der Begeisterung unter seinen treuen Anhängern erneut ins Amt getragen zu werden.


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