• Startseite
  • Politik
  • US-Wahl: Trump-Team soll wissentlich Lügen über „gestohlene Wahl“ verbreitet haben – Memo aufgetaucht

Memo aufgetaucht: Trump-Team soll wissentlich Lügen über „gestohlene Wahl“ verbreitet haben

  • Trumps Team soll laut Medienberichten bereits frühzeitig gewusst haben, dass die Anschuldigungen über einen verhinderten Wahlsieg haltlos sind.
  • Die „New York Times“ bezieht sich dabei auf ein internes Memo, das jetzt vor Gericht auftauchte.
  • Demnach gab es keine Verbindungen von Wahlsoftwareunternehmern zum Land Venezuela oder zur Antifa.
Anzeige
Anzeige

Die Mär von der „gestohlenen Wahl“ gehört zu einem der letzten Kapitel der Ära Trump. Zwei Wochen nach der Wahl im Jahr 2020, aus der Joe Biden als Sieger hervorging, hatte Trumps Team bei einer Pressekonferenz eine Verschwörungstheorie verbreitet, der zufolge Firmen für Wahlsoftware gemeinsam mit dem Milliardär George Soros und dem Land Venezuela den Wahlsieg von Trump verhindert hätten.

What's up, America? Der USA-Newsletter liefert Hintergründe zu den Entwicklungen in Politik, Gesellschaft und Kultur ‒ jeden zweiten Dienstag.

Jetzt wurde jedoch vor Gericht ein internes Memo vorgelegt, das beweisen soll: Die Republikaner wussten zum Zeitpunkt der Pressekonferenz bereits, dass die Vorwürfe gegen die Firmen Dominion Voting Systems und Smartmatic haltlos waren. Darüber berichtet die „New York Times“.

Anzeige
Video
Trump schließt Kandidatur 2024 nicht aus
1:03 min
Der ehemalige US-Präsident hat sich nach seiner Wahlniederlage im November vor großem Publikum zurückgemeldet.  © Reuters

Unklar, ob Donald Trump von Memo wusste

Im Einzelnen wurden demnach folgende Vorwürfe durch das interne Memo widerlegt: Dominion Voting Systems nutzte 2020 nicht die Technologie der Firma Smartmatic. Es gab keine Verbindungen des Unternehmens nach Venezuela oder zu Soros. Und es gab keine Beweise für Kontakte zur Antifa oder zu anderen linken Bewegungen.

Unklar bleibt jedoch, ob Trump über das Memo Bescheid wusste. Sein Anwalt Rudy Giuliani sagte in einer Anhörung vor Gericht, ihm sei das Memo vor der fraglichen Pressekonferenz unbekannt gewesen. Nachfragen der „New York Times“ blieben unbeantwortet.

Die wiederholt formulierte Beschuldigung der gestohlenen Wahl war ein Grund für den gewaltsamen Sturm von Trump-Anhängern auf das Kapitol.

RND/may

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen