• Startseite
  • Politik
  • US-Wahl: Kamala Harris erwartet vom Trump-Team “schmutzige Taktiken”

Kamala Harris erwartet vom Trump-Team “schmutzige Taktiken”

  • US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt einer rassistischen Verschwörungstheorie über Kamala Harris neuen Raum verschafft.
  • Darauf in einem Interview angesprochen, sagte die designierte Vizepräsidentschaftskandidatin der Demokraten, sie stelle sich auf "schmutzige Taktiken" des Trump-Wahlkampfteams ein.
  • Aber sie und Joe Biden seien darauf vorbereitet.
Anzeige
Anzeige

Washington. Die designierte demokratische Kandidatin für das Vizepräsidentenamt, Kamala Harris, stellt sich auf “schmutzige Taktiken” des Wahlkampfteams von US-Präsident Donald Trump ein. “Sie werden Lügen benutzen, sie werden Täuschung benutzen”, sagte Harris in einem am Sonntag veröffentlichten Interview der Online-Plattform “The Grio”.

“Sie werden den Versuch unternehmen, von den wirklichen Problemen abzulenken, die das amerikanische Volk betreffen.” Sie und Joe Biden, der designierte Präsidentschaftskandidat der Demokraten, seien darauf vorbereitet.

Video
Biden fordert Trump mit Kamala Harris als Vize heraus
1:45 min
Sollte das Duo die Wahl am 3. November gewinnen, würde die 55-Jährige die erste Frau, die als Vizepräsidentin ins Weiße Haus einzieht.  © Reuters
Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Die mögliche Stellvertreterin Bidens war in dem Interview darauf angesprochen worden, dass Trump vergangene Woche einer als rassistisch kritisierten Verschwörungstheorie neuen Raum verschafft hatte. Der konservative Jurist John Eastman hatte im Magazin “Newsweek” in einem Gastbeitrag bezweifelt, dass Harris Vizepräsidentin werden dürfe, weil ihre Eltern bei ihrer Geburt noch keine US-Bürger gewesen seien.

Die Senatorin aus Kalifornien kam 1964 als Tochter von Einwanderern aus Jamaika und Indien in den USA zur Welt. Falls Trump im November gegen Biden verliert, würde sie erste schwarze Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten.

Die Schicksalswahl Der wöchentliche USA-Newsletter mit Hintergründen und Analysen zur Präsidentschaftswahl in den USA - immer dienstags.

Trump war bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus am Donnerstag danach gefragt worden und widersprach den Zweifeln nicht. Am Samstag wurde er erneut darauf angesprochen. Er wisse nichts darüber, er habe lediglich einen "schnellen Artikel" darüber gelesen, sagte Trump. "Das ist nichts, was ich verfolgen werde." Gleichzeitig lobte er - erneut - den Autor des Textes.

Die auch im Internet kursierende Behauptung erinnert an die Bewegung der "Birther", die den Geburtsort von Ex-Präsident Barack Obama und damit seine Qualifikation fürs höchste Staatsamt infrage gestellt hatten. Eine der prominentesten Vertreter der Theorie, wonach Obama in Kenia geboren worden sein soll, war Trump selbst. Obama, erster schwarzer Präsident, kam im US-Bundesstaat Hawaii zur Welt. Harris wurde in Oakland geboren.

RND/dpa

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen