• Startseite
  • Politik
  • US-Wahl: Joe Biden fordert Donald Trump zur Anerkennung der Niederlage auf

Joe Biden fordert Donald Trump zur Anerkennung der Wahlniederlage auf

  • Die Mehrheit der US-Wahlleute hat am Montag für Joe Biden als neuen Präsidenten der USA gestimmt.
  • Dieser forderte Amtsinhaber Trump auf, nun seine Wahlniederlage anzuerkennen.
  • Die Bestätigung seiner Wahl durch die Wahlleute nannte er einen Sieg der Demokratie.
1:05 min
Es ist ein weiterer wichtiger Sieg für Joe Biden und der vielleicht finale Rückschlag für Donald Trump. In den USA hat die Abstimmung der Wahlleute den Sieg des Demokraten Joe Biden über Amtsinhaber Donald Trump bestätigt. Der Demokrat Biden kam demnach auf 306 Stimmen - wie auf Grundlage der zertifizierten Ergebnisse der Bundesstaaten nach der Wahl vom 3. November erwartet. Der Republikaner Trump konnte 232 Stimmen auf sich vereinen.  © dpa
Anzeige
Anzeige

Washington. Der künftige US-Präsident Joe Biden hat den abgewählten Amtsinhaber Donald Trump zur Anerkennung von dessen Wahlniederlage aufgefordert. Der Demokrat Biden verwies in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware darauf, dass ihm die Wahlleute in den Bundesstaaten bei ihren Abstimmungen am Montag 306 der 538 Stimmen zukommen ließen.

Das entspricht exakt derselben Mehrheit, die Trump vor vier Jahren als „Erdrutschsieg“ bezeichnet hatte. „Diese Zahlen haben damals einen klaren Sieg dargestellt, und ich schlage respektvoll vor, dass sie das auch jetzt tun“, sagte Biden.

Biden kommt auf erwartete 306 Stimmen

Anzeige

Knapp sechs Wochen nach der Wahl waren am Montag die 538 Wahlleute in den 50 US-Bundesstaaten und im Hauptstadtbezirk Washington zusammengekommen. Sie stimmten stellvertretend für das Volk ab, weil der Präsident in den USA indirekt gewählt wird.

In den allermeisten Bundesstaaten bekommt der Wahlsieger alle Stimmen der dortigen Wahlleute. Biden kam auf die nach den Ergebnissen der Wahl vom 3. November erwarteten 306 Stimmen, Trump auf 232. Die Schwelle für einen Wahlsieg liegt bei 270.

„In diesem Kampf um die Seele Amerikas hat die Demokratie gesiegt“, sagte Biden. „Die Flamme der Demokratie wurde in dieser Nation vor langer Zeit entzündet. Und wir wissen jetzt, dass nichts - nicht einmal eine Pandemie oder ein Machtmissbrauch - diese Flamme auslöschen kann.“

Anzeige

Trump (74) weigert sich weiterhin, seine Niederlage anzuerkennen. Er sieht sich durch Wahlbetrug um seinen Sieg gebracht. Weder Trump noch seine Anwälte haben Beweise dafür vorgelegt. Dutzende Klagen wurden abgeschmettert.

Das Wahlergebnis wird offiziell am 6. Januar im Kongress in Washington verkündet. Biden soll am 20. Januar vereidigt werden. An dem Tag endet Trumps Amtszeit nach der Verfassung automatisch, auch wenn er seine Niederlage bis dahin nicht eingesteht.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen