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Vor TV-Duell: Welche Taktik Trump-Nichte Mary bei ihrem Onkel vermutet

  • Es wird das letzte TV-Duell zwischen Donald Trump und Joe Biden an diesem Donnerstag.
  • Die Nichte des US-Präsidenten geht schon jetzt davon aus, dass er sich an keine Vorgaben halten wird.
  • Mary Trump führt einen Erbschaftsstreit gegen ihren Onkel und dessen Geschwister.
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Washington. US-Präsident Donald Trump wird aus Sicht seiner Nichte und Kritikerin Mary Trump die Vorgaben bei der nächsten TV-Debatte ignorieren. Trump wird vor der Wahl am 3. November an diesem Donnerstag (3 Uhr MESZ) zum zweiten und letzten TV-Duell in Nashville (Tennessee) auf seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden treffen.

„Menschen müssen aufhören, Donald zu behandeln, als ob er normal ist, dass er sich an Regeln halten wird oder sich darum kümmert, sich anständig zu verhalten“, sagte Mary Trump in einem Interview des Senders MSNBC.

In ständigen Unterbrechungen eines Gesprächspartners sieht Mary Trump eine Strategie des Präsidenten: „Er geht in eine Debatte oder ein Townhall (Treffen mit Wählern) speziell mit dieser Taktik, weil er weiß, dass eine substanzielle Diskussion über Politik desaströs für ihn ist. (...) Also muss er unterbrechen, er muss unhöflich sein, er muss über andere Leute reden, und er muss das Thema wechseln.“

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Die promovierte Psychologin hat in ihrem Buch „Zuviel und nie genug - wie meine Familie den gefährlichsten Mann der Welt schuf“ vor einem „Ende der amerikanischen Demokratie“ im Falle einer Wiederwahl von Donald Trump gewarnt. Der Nachrichtenagentur dpa sagte sie, ihr Onkel sei ein pathologischer Lügner und ein Rassist. Vor Gericht führt sie einen Erbschaftsstreit gegen Trump und dessen Geschwister.

Die erste TV-Debatte Ende September war vor allem wegen Trumps ständiger Unterbrechungen ins Chaos abgeglitten. Die zweite Debatte, die für den 15. Oktober geplant war, wurde nach der Covid-19-Erkrankung Trumps gestrichen. Die Veranstalter wollten die Debatte online abhalten. Trump sagte daraufhin seine Teilnahme ab. Biden (77) und Trump (74) traten an dem Abend dann zeitgleich in zwei verschiedenen TV-Sendern auf, um sich Fragen von Wählern zu stellen.

Für das letzte TV-Duell änderte die zuständige unabhängige Kommission (CPD) die Regeln. Zu jedem neuen Themenkomplex dürfen Trump und Biden wie gehabt jeweils zwei Minuten Stellung nehmen. Dabei wird aber jetzt nur das Mikrofon des Kandidaten eingeschaltet sein, dem der Moderator das Wort erteilt. Für jedes Thema sind rund 15 Minuten Gespräch vorgesehen - für den Großteil des TV-Duells werden daher beide Mikrofone eingeschaltet bleiben, um einen Austausch der Ideen zu gewährleisten, wie die Kommission erklärte.

RND/dpa

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