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  • US-Wahl 2020: Ehemalige Anwältin von Donald Trump verteidigt sich gegen Vorwurf des Wahlbetrugs

Nach Klage: Ex-Trump-Anwältin distanziert sich von Behauptungen zu Wahlmanipulation

  • Die ehemalige Trump-Anwältin Sidney Powell muss sich wegen ihrer Wahlbetrugsvorwürfe gegen eine Milliardenklage verteidigen.
  • Das Unternehmen Dominion Voting verlangt 1,3 Millionen Dollar, weil es sich durch ihre Behauptungen diffamiert sieht.
  • Die Anwältin versuchte nun mit einer gewagten Strategie, die Vorwürfe zu entkräften.
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Washington. Ihre Manipulationsvorwürfe zur US-Wahl könnten sie Millionen kosten: Weil die ehemalige Trump-Anwältin Sidney Powell der Wahlmaschinenfirma Dominion Wahlbetrug vorgeworfen hatte, verklagt das Unternehmen sie auf 1,3 Milliarden Dollar. Powell hatte behauptet, dass die Firma die Stimmen bei der Präsidentschaftswahl mit manipulierten Maschinen zum Nachteil von Donald Trump ausgezählt habe. US-Medien wie der Sender CNN berichten nun, dass Powell zu ihrer Verteidigung an den gesunden Menschenverstand appelliert.

Powell argumentiert demnach, dass keine vernünftigen Menschen ihren Wahlbetrugsvorwürfen glauben schenken würden. Die Behauptungen seien ihre „eigene Meinung“ gewesen, zitiere der Sender aus einem Gerichtsschreiben. Die Kläger selbst hätten ihre Aussagen als „wilde Vorwürfe“ abgetan. Daraus sei ersichtlich, dass vernünftige Menschen Powells Aussagen nicht als Fakten anerkennen würden, sondern als Äußerungen, die später im Gericht geprüft werden müssten. Powells Anwälte haben einen Antrag auf Klageabweisung vor dem Bundesgericht in Washington gestellt.

Trumps Team trennte sich von Powell

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Kläger Dominion erklärt hingegen, Powell wäre klar gewesen, dass die Vorwürfe das Unternehmen angriffen. Neben Powell hat die Firma auch Trump-Anwalt Rudy Giuliani im Januar auf Schadenersatz verklagt. Beide hatten dem Unternehmen vorgeworfen, Stimmen für Joe Biden statt für Trump gezählt zu haben.

Auch Trumps Team, das selbst immer wieder von Wahlbetrug sprach, hatte sich von Powell abgewendet. Es beendete die Zusammenarbeit bereits im November. Auf Social Media und im Fernsehen hatte die rechte Anwältin wiederholt Verschwörungstheorien verbreitet.

Powell muss sich wohl nicht nur wegen der Milliardenklage Sorgen machen. Medienberichten zufolge soll ein Bundesrichter auch ein Berufsverbot prüfen.

RND/ar

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