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US-Truppenabzug aus Deutschland: Ex-US-Botschafter glaubt nicht dran

  • Medienberichten zufolge plant US-Präsident Trump einen drastischen Abbau der US-Truppen in Deutschland.
  • John Kornblum hält die Ankündigung für einen Bluff.
  • Der US-Präsident habe mit Kanzlerin Merkel Probleme, sagt er - “weil er starke Frauen nicht ertragen kann.”
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Berlin. Der ehemalige US-Botschafter in Deutschland, John Kornblum, rechnet nicht damit, dass Donald Trump Truppen aus Deutschland abzieht. "Ich sage voraus: Es wird keinen Abzug dieser Soldaten geben", sagte er der "Passauer Neuen Presse" (Montag). "Trump ist groß in seinen Ankündigungen und handelt dann doch nicht."

Trump gehe es nur um den Effekt, so Kornblum. Es sei offenbar eine Reaktion auf Kanzlerin Angela Merkel und ihre Absage für den G7-Gipfel in Washington, vermutet der Ex-Botschafter. “Trump hat mit Merkel Probleme, weil er starke Frauen nicht ertragen kann.” Er sei nicht besorgt, dass das transatlantische Verhältnis zerstört werde, so Kornblum. “Wir sind eine Gemeinschaft. Daran wird auch Trump nichts ändern.”

Mehrere Medienberichte über Truppenabzug

Trump plant nach Medienberichten einen drastischen Abbau der US-Truppen in Deutschland. So hatte das “Wall Street Journal” unter Bezug auf ungenannte US-Regierungsvertreter berichtet, Trump habe das Pentagon angewiesen, die Präsenz in Deutschland von derzeit 34.500 Soldaten um 9500 zu reduzieren. Außerdem solle eine Obergrenze von 25.000 US-Soldaten eingeführt werden, die gleichzeitig in Deutschland anwesend sein könnten.

RND/dpa

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