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US-Präsident Trump spricht erneut von Wahlbetrug, nennt aber keine Beweise

  • Vieles deutet inzwischen auf eine Wahlniederlage von US-Präsident Donald Trump hin.
  • Am Donnerstagabend (Ortszeit) tritt der Amtsinhaber erstmals seit der Wahlnacht wieder vor die Kameras – und erneuert Betrugsvorwürfe.
  • Konkrete Belege führt er aber nicht an.
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Washington. US-Präsident Donald Trump hat seine unbelegten Vorwürfe, bei der Präsidentenwahl habe es massiven Betrug gegeben, erneuert. „Wenn man die legalen Stimmen zählt, gewinne ich mühelos“, sagte Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) bei einer Stellungnahme im Weißen Haus in Washington. Es werde allerdings versucht, ihm die Wahl mit „illegalen Stimmen“, „Korruption“ und „Betrug“ zu „stehlen“. Das würde er nicht zulassen.

Es habe Einflussnahmen auf die Wahl von Medien- und Technologieunternehmen gegeben, ebenso von großen Geldgebern, behauptete Trump. Die Stimmauszählung in noch nicht entschiedenen Staaten werde von Demokraten geleitet, behauptete der US-Präsident weiter. Auch hier ohne Beweise oder konkrete Hinweise zu liefern. Trump kritisierte auch, dass vor der Wahl zu seinem Schaden wissentlich falsche Umfrageergebnisse veröffentlicht worden seien.

Trump: Vorsprung „auf wundersame Weise“ verschwunden

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Konkret kritisierte Trump unter anderem, dass in umkämpften Staaten wie Pennsylvania und Georgia sein Vorsprung seit der Wahlnacht auf wundersame Weise geringer geworden sei. Tatsächlich schwand sein Vorsprung, aber Experten zufolge vor allem deshalb, weil vielerorts Briefwahlstimmen später ausgezählt wurden, die eher zu den Demokraten tendierten.

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Trump hatte in der Nacht auf Mittwoch während der laufenden Auszählung bereits den Sieg für sich beansprucht. Inzwischen deutet allerdings vieles auf einen Wahlsieg von Herausforderer Joe Biden hin, der gab sich am Donnerstag erneut siegessicher.

Auf Twitter hatte Trump am Donnerstag einen Stopp der Stimmenerfassung gefordert und angeblichen Betrug und Unregelmäßigkeiten angeführt, ohne Beweise zu nennen. Trumps Wahlkampfteam strengte bereits in mehreren Bundesstaaten Klagen an.

RND/seb

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