Unter Joe Biden ist Kluft zwischen Republikanern und Demokraten am größten

  • Joe Biden ist seit 100 Tagen im Amt und wird besonders für sein Corona-Management gelobt.
  • Seine Erfolge schlagen sich nur teilweise in den Umfragewerten nieder.
  • Zwar steht er 10 Prozent besser da als sein Vorgänger Donald Trump, doch im Vergleich zu anderen Amtsinhabern fällt die Bilanz schlecht aus.
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Der US-amerikanische Präsident Joe Biden hat in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit die Corona-Krise gut gemeistert: So können sich mittlerweile alle Erwachsenen in den Vereinigten Staaten gegen das Coronavirus impfen lassen.

Bidens Corona-Management wird insbesondere von Demokraten und zahlreichen US-Medien gelobt. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup, die auf Five Thirty Eight veröffentlicht wurde, bescheinigt ihm nun für die ersten 100 Tage eine Zustimmungsrate von 54 Prozent in der Bevölkerung. Das sind 12 Prozent mehr, als sein Vorgänger Donald Trump vor vier Jahren erhielt.

Problem ist die wachsende Parteilichkeit

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Doch es gibt einen Haken. Seine Zustimmung in der Bevölkerung ist die niedrigste, die ein neu gewählter Präsident – abgesehen von Trump – seit 1953 bekommen hat. Obwohl Biden die USA bisher erfolgreich durch die größte Krise des 21. Jahrhunderts manövrieren konnte, scheint er fast die Hälfte der Bevölkerung nicht zu überzeugen.

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Das Problem: die stetig wachsende Parteilichkeit. Die Wähler erkennen der Umfrage zu urteilen die Erfolge von Politikern anderer Parteien immer seltener an und werden parteiischer. Die Kluft zwischen den Parteianhängern wird also immer größer.

So begrüßen 96 Prozent der Demokraten und nur 11 Prozent der Republikaner Bidens Politik. Zu Zeiten von Präsident Barack Obama sah dies noch anders aus: 90 Prozent der Demokraten und 30 Prozent der Republikaner waren Befürworter des Demokraten Obama.

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Sogar der Republikaner George W. Bush konnte mehr Menschen der gegnerischen Demokratischen Partei überzeugen. 32 Prozent der Demokraten stimmten seiner Politik zu.

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Joe Biden nach 100 Tagen im Amt: „Amerika ist bereit zum Abflug“
2:08 min
US-Präsident Joe Biden sprach nach knapp 100 Tagen im Amt im Kongress von einem Neustart für das Land.  © Reuters

Joe Biden betont trotz dieses Trends seit vielen Jahren, dass die Überparteilichkeit notwendig und wichtig ist. So erklärte er nach der Verkündung des Wahlergebnisses im November 2020: „Ich werde ein Präsident für alle Amerikaner sein – ob sie für mich gestimmt haben oder nicht.“

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