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US-Polizisten stoßen Demonstranten zu Boden und werden suspendiert

  • Weil sie einen älteren Demonstranten in Buffalo umgestoßen haben, wurden zwei amerikanische Polizisten vom Dienst befreit.
  • Der Mann erlitt Blutungen am Kopf, die Beamten ließen ihn zunächst auf dem Bürgersteig liegen.
  • New Yorks Gouverneur spricht von einem “beschämenden Vorfall”.
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Buffalo/New York. Zwei US-Polizisten haben bei einer Kundgebung gegen Polizeigewalt in der Stadt Buffalo laut Medienberichten einen älteren Demonstranten heftig gestoßen, der daraufhin gefallen ist und sich am Kopf verletzt hat.

Wie ein am Donnerstagabend (Ortszeit) veröffentlichtes Video des Senders WBFO zeigte, blieb der Mann mit Blutungen am Kopf auf dem Bürgersteig liegen.

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Die Beamten seien suspendiert worden, twitterte Bürgermeister Byron W. Brown. Der 75-jährige Demonstrant sei in einem ernsten, aber stabilen Zustand. Der Polizeichef der Stadt im Bundesstaat New York habe eine interne Untersuchung angeordnet.

Gouverneur: Beschämender Vorfall

In dem rund 40 Sekunden langen Videoclip ist zu sehen, wie der weiße Demonstrant auf eine Gruppe uniformierter Polizisten zugeht und von zwei von ihnen umgestoßen wird.

Video
USA: Polizei stößt alten Mann zu Boden – und lässt ihn liegen
1:10 min
Das Video des Vorfalls in Buffalo im US-Bundesstaat New York ging um die Welt und sorgte für Empörung.  © Reuters
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Vom Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, gab es scharfe Kritik: “Dieser Vorfall ist völlig ungerechtfertigt und äußerst beschämend.” Polizisten müssten das Gesetz vollstrecken, nicht missbrauchen.

New Yorks Polizeichef entschuldigt sich

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In New York City entschuldigte sich unterdessen Polizeichef Dermot Shea für mögliches Fehlverhalten von Polizisten während der Proteste. „Damit es Entspannung gibt, muss es Reue geben. Es tut mir leid. Manchmal fallen sogar die besten - und die NYPD ist die beste Polizeibehörde des Landes“, sagte Shea in der Nacht zum Freitag Medienberichten zufolge. „Für unseren Anteil am Mangel an Höflichkeit, an diskriminierenden Vorurteilen, übertriebener Gewalt, inakzeptabler Sprache und viele andere Fehler, wir sind Menschen. Es tut mir leid.“

Shea betonte aber auch, dass seine Polizisten während der Begleitung der Proteste immer wieder beleidigt und angegriffen würden und dass auch das aufhören müsse. „Tut es Euch auch leid?“

Am Freitag waren erneut Tausende Menschen in mehreren Stadtteilen New Yorks auf die Straßen gegangen und hatten wieder weitestgehend friedlich für ein Ende des Rassismus und für Gerechtigkeit für den bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis ums Leben gekommenen Afroamerikaner George Floyd demonstriert. Polizeihubschrauber kreisten die ganze Nacht lang über der Metropole. Seit Tagen kommt es in vielen US-Städten zu Demonstrationen gegen Rassismus, Polizeigewalt und soziale Ungerechtigkeit.

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Die Proteste arteten zum Teil in Ausschreitungen und Plünderungen aus.

RND/dpa

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