US-Abgeordneter bekennt sich zu Teilnahme an Marsch auf Kapitol

  • Mehr als ein Dutzend Parlamentarier waren beim Marsch auf das US-Kapitol dabei, bevor Trump-Anhänger gewaltsam in das Gebäude eingedrungen waren.
  • Nun hat sich ein Senator zur Teilnahme an den Protesten bekannt.
  • Derweil kommt der Mann, der in Nancy Pelosis Büro eingedrungen sein soll, auf Kaution frei.
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Charleston. An dem Sturm auf das Kapitol vergangene Woche in Washington haben sich mehr als ein Dutzend Parlamentarier aus neun US-Staaten beteiligt. Am Montag räumte dies auch der Senator in West Virginia, Mike Azinger, ein.

Der Marsch von Trump-Anhängern in Richtung Kapitol sei inspirierend und patriotisch gewesen, sagte Azinger dem Radiosender West Virgina Metro News. Trump habe erklärt, worum es gehe. „Es sollte Druck auf die republikanischen Abgeordneten ausgeübt werden, die Stimmen der Wahlleute anzufechten“, sagte er.

Präsident Donald Trump hatte am 6. Januar in einer Rede vor Tausenden Anhängerinnen und Anhängern seine unbelegten Wahlfälschungsvorwürfe wiederholt und die Zuhörer aufgerufen, wie die Teufel zu kämpfen. Danach drangen Hunderte Trump-Anhänger ins Kapitol ein, verwüsteten Büros und erzwangen eine Unterbrechung der Sitzung, in der Trumps Abwahl formell bestätigt wurde. Fünf Menschen kamen uns Leben.

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Bislang wurde ein Parlamentarier wegen des Sturms aufs Kapitol festgenommen. Der Abgeordnete im Kongress von West Virgina, Derrick Evans, hatte sich selbst bei der Aktion gefilmt. Er wurde angeklagt und ist am Wochenende zurückgetreten.

Azinger versicherte, vorm Kapitol sei es friedlich gewesen. Linksradikale versuchten in Sozialen Medien, eine Veranstaltung für Rede- und Versammlungsfreiheit verfälscht darzustellen. „Unser Präsident hat uns nach (Washington) D.C gerufen“, sagte Azinger. „Ich hoffe er ruft uns nochmal.“

Mutmaßlicher Dieb von Pelosis Pult kommt auf Kaution frei

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Derweil kommt ein nach Diebstahls des Rednerpults der Repräsentantenhausvorsitzenden Nancy Pelosi festgenommener Mann gegen Kaution wieder auf freien Fuß. Der 36-Jährige müsse 25.000 Dollar (gut 20.550 Euro) zahlen, seinen Pass abgeben, dürfe nur noch wenig reisen und nachts nicht mehr auf die Straße, entschied ein Richter am Montag in Tampa in Florida. Die Verteidigung äußerte sich zunächst nicht.

Der Mann soll beim Sturm einer wütenden Menge auf das Kapitol Pelosis Rednerpult fortgeschleppt haben. Bilder zeigen ihn der Anklage zufolge angetan mit einer Strickmütze mit der Aufschrift Trump und dem Pult grinsend unter der Rotunde des US-Kongresses. Das Foto ging um die Welt. Dem 36-Jährigen werden Diebstahl von Regierungseigentum, ungebührliches Benehmen sowie gewaltsames und ungenehmigtes Eindringen vorgeworfen.

Pelosis etwa 1000 Dollar (gut 820 Euro) teures Pult wurde später unbeschädigt im Senatsflügel des Kapitols gefunden.

RND/AP

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