• Startseite
  • Politik
  • US-Geheimdienste: Russland und Iran wollten Wahlergebnis beeinflussen

US-Geheimdienste: Russland und Iran wollten Wahlergebnis beeinflussen

  • Die amerikanischen Geheimdienste haben keine Hinweise für eine Einmischung ausländischer Akteure in die Präsidentenwahl im November gefunden.
  • Niemand habe abgegebene Stimmen verändert oder den Wahlprozess anderweitig gestört.
  • Trotzdem versuchten zwei Länder, auf anderem Wege Einfluss zu nehmen.
Anzeige
Anzeige

Washington. Russland hat sich bei der US-Wahl im November nach Ansicht der amerikanischen Geheimdienste für den damaligen Präsidenten Donald Trump eingesetzt und sich bemüht, dessen Herausforderer Joe Biden zu schaden und Unfrieden im Land zu säen.

Präsident Wladimir Putin und seine Regierung hätten die versuchte Einflussnahme „genehmigt und durchgeführt“, hieß es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht aus dem Büro von Geheimdienstkoordinatorin Avril Haines.

Video
USA: Militante Trump-Anhänger wollen Kapitol bei Biden-Rede „in die Luft jagen"
1:34 min
Die amtierende Chefin der Kapitol-Polizei Yogananda Pittman berichtete von weiteren Plänen der Trump-Anhänger.  © dpa/TNN
Anzeige

Russland habe sich bei seiner Kampagne auf seinen Geheimdienst, staatliche Medien, Internet-Trolls und Verbündete in der Ukraine gestützt, hieß es. Eine der wichtigsten Strategien Moskaus sei es gewesen, Biden und seiner Familie im Zusammenhang mit der Ukraine Korruption vorzuwerfen.

Russlands Agenten hätten dafür auch gezielt Amerikaner angesprochen, die Verbindungen zu Trumps Regierung hatten, um ein Einleiten von Untersuchungen gegen Biden zu fordern. Es habe auch Versuche gegeben, Beamte der Trump-Regierung und Medien dahingehend zu manipulieren, hieß es weiter.

China soll sich herausgehalten haben

Anzeige

Russland habe sich 2020 auf Desinformation konzentriert, sich aber im Gegensatz zur Wahl 2016 nicht darum bemüht, die Wahlinfrastruktur in den USA direkt zu untergraben, hieß es.

Moskau wollte „die öffentliche Wahrnehmung der Kandidaten in den USA beeinflussen“ und das langfristige Ziel verfolgen, „das Vertrauen in das US-Wahlsystem zu untergraben und die gesellschaftliche Spaltung der Menschen in Amerika zu verstärken“, hieß es. Russland habe einen Wahlsieg Bidens als „nachteilig für russische Interessen“ betrachtet. China hingegen habe nicht versucht, die Wahl zu beeinflussen.

Anzeige

Dem Bericht zufolge soll sich auch der Iran bemüht haben, den Wahlkampf zu beeinflussen. Teheran sei es darum gegangen, die Chancen für eine Wiederwahl Trumps zu verringern und die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft zu verstärken, hieß es. Auch der Iran habe dabei nicht direkt die Wahlinfrastruktur angegriffen.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen