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US-Einreisebeschränkungen: Altmaier glaubt an schnelle Lockerungen

  • Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier glaubt, dass die US-Einreisebeschränkungen bald gelockert werden könnten.
  • In der Corona-Pandemie hätten die meisten Länder diese einseitige Entscheidung getroffen, sagte der CDU-Politiker.
  • „Ich glaube, dass das auf Dauer gesehen keine Lösung ist, die im Interesse der USA liegt“, erklärte Altmaier.
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Berlin. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich zuversichtlich gezeigt, dass die US-Einreisebeschränkungen bald geändert werden. „Wir haben nun einmal die Situation, dass in der Corona-Pandemie die allermeisten Länder dieser Welt einseitige Entscheidungen getroffen haben. In den USA war es die Entscheidung, sich abzuschotten gegenüber solchen Einreisen. Ich glaube, dass das auf Dauer gesehen keine Lösung ist, die im Interesse der USA liegt.“

Das sagte Altmaier der „Augsburger Allgemeinen“ (Mittwochausgabe). „Ich bin auch optimistisch, dass wir eine Änderung erreichen können“, sagte der Wirtschaftsminister weiter.

Dazu gehöre „ganz zwingend“ mit dazu, dass die Infektionszahlen in Europa weiterhin in einem niedrigen Bereich gehalten werden und der Impffortschritt deutlich sichtbar auch in Zukunft erreicht werden könnte.

Einreisen aus den USA nach Europa wieder erleichtert

Die EU hatte entschieden, dass Reisende aus den Vereinigten Staaten wieder leichter in die Europäische Union einreisen können. Für Reisen aus dem Schengen-Raum in die USA aber gelten nach wie vor strenge Auflagen. Das sorgt aus Sicht der Wirtschaft für Belastungen von Firmen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) trifft am Donnerstag US-Präsident Joe Biden in Washington. Altmaier war Ende Juni zu politischen Gesprächen in der US-Hauptstadt.

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Altmaier: Lockdown verhindern

Weiter sagte Altmaier, einen erneuten Lockdown in der Corona-Krise gelte es unbedingt zu verhindern. „Deshalb sehe ich mit Sorge, dass die Disziplin ein bisschen nachlässt, dass in geschlossenen Räumen keine Masken mehr getragen werden, dass der Abstand bei vielen Veranstaltungen schon wieder sehr gering wird.“

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Altmaier sagte weiter: „Wir haben Gott sei Dank immer noch Infektionszahlen, die sehr niedrig sind. Vor allen Dingen ist die Auslastung unserer Krankenhäuser und Intensivbetten derzeit auf einem für die Pandemie außergewöhnlich niedrigen Niveau. Aber: Ich glaube, dass wir alle gut beraten sind, die nötigen Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Das ist besser, als darüber zu spekulieren, was man macht, wenn ein Lockdown notwendig werden sollte oder nicht.“

Deutschland sei in dieser Situation besser geschützt als im letzten Jahr im Herbst und besser geschützt als im letzten Jahr im Frühjahr, dank der Erfolge beim Impfen. „Aber dazu gehört auch, dass wir uns anstrengen und dass wir mehr Menschen dazu bewegen, sich freiwillig impfen zu lassen“, so der Minister. „Denn im Augenblick ist es rund die Hälfte der Bevölkerung, die geimpft ist, und wir brauchen mindestens 70 bis 80 Prozent, damit das Virus dauerhaft in Deutschland keine Chance hat, eine neue große Welle auszulösen.“

Er glaube, es gebe nach wie vor genügend Menschen, die bereit wären, sich impfen zu lassen - „wenn man sie über die Risiken informieren würde, wenn man ihnen sagen würde, dass sie bei einer Infektion ein hohes Risiko laufen, diese Ansteckung nicht zu überleben“. Da gebe es noch ganz viel, was man tun könne, auch an mobilen Impfstationen.

RND/dpa

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