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US-Demokraten wollen neues Corona-Hilfspaket mit Billionenumfang

  • Die USA sind von der Corona-Krise schwer getroffen.
  • Mehr als 80.000 sind dort bereits an Corona-Infektionen gestorben, die Arbeitslosigkeit ist auf einem Rekordhoch.
  • Die Demokraten im Repräsentantenhaus wollen nun ein weiteres Billionen-Hilfspaket auflegen.
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Washington. Die US-Demokraten wollen die Folgen der Coronavirus-Pandemie mit einem neuen Billionen-Paket abfedern. Die Repräsentantenhausvorsitzende Nancy Pelosi kündigte am Dienstag ein Maßnahmenbündel im Wert von drei Billionen Dollar (2,75 Billionen Euro) an, über das am Freitag abgestimmt werden solle. Die Demokraten müssten jetzt aufs Ganze gehen, forderte sie.

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Das Hilfspaket ist bereits das fünfte seit März. Darin sind fast eine Billion Dollar für US-Staaten und Kommunen vorgesehen, damit diese angesichts ausufernder Kosten für Krankenhäuser und sinkender Steuereinnahmen keine Angestellten entlassen müssen. Außerdem soll es 75 Milliarden Dollar für Virustests geben und eine weitere Direkthilfe von 1200 Dollar an Bürger. Diese könnte sich auf 6000 Dollar pro Haushalt summieren. Die wöchentlich 600 Dollar Arbeitslosenhilfe soll bis Januar verlängert werden. "Allen, die uns jetzt zu einer Pause raten, sage ich: Der Hunger macht keine Pause, die Miete macht keine Pause", sagte Pelosi.

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Republikaner sehen keine Eile

Zu den Vorschlägen zählen auch Regierungsschecks, die Familien mit weniger als 100.000 Dollar Jahreseinkommen drei Monate lang erhalten sollen. 175 Milliarden Dollar sollen als Hilfe für Mieten und Hypothekenzahlungen fließen. Der demokratische Mehrheitsführer Steny Hoyer sagte, die USA machten eine beispiellose Zeit durch, in der der Kongress beispiellose Pfade beschreiten müsse.

Der Senat mit seiner republikanischen Mehrheit hat allerdings keine Eile. Die Pläne der Demokraten kämen ihm vor, wie eine Liste mit Lieblingsthemen der Demokraten, sagte Mehrheitsführer Mitch McConnell. Er spüre noch keine Dringlichkeit sofort in Aktion zu treten. Die Republikaner dürften sich erst im Juni mit der Vorlage beschäftigen, sagte ein führender Berater der Fraktion.

RND/AP

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