• Startseite
  • Politik
  • US-Außenminister Blinken warnt russische Söldner vor Eingreifen in Mali

US-Außenminister Blinken warnt russische Söldner vor Eingreifen in Mali

  • UN-Experten und westliche Staaten werfen der russischen Militärtruppe Wagner Menschenrechtsverletzungen vor.
  • Nun hat US-Außenminister Antony Blinken die Wagner-Gruppe vor einer Einmischung in Mali gewarnt.
  • Dabei geht es ihm vor allem um die Pläne, im April in Mali eine demokratisch gewählte Regierung wiederherzustellen.
Anzeige
Anzeige

Dakar. US-Außenminister Antony Blinken hat die russische Militärfirma Wagner vor Einmischung in Mali gewarnt. Es wäre besonders bedauerlich, falls auswärtige Akteure in die von der internationalen Gemeinschaft unterstützte Pläne eingreifen sollten, im April in Mali eine demokratisch gewählte Regierung wiederherzustellen, sagte Blinken am Samstag bei einem Treffen mit seiner senegalesischen Kollegin Aissata Tall Sall. Damit meine er besonders die Wagner-Gruppe.

Das Unternehmen hat Verbindungen zum Kreml und bereits Söldner in Libyen, Syrien und der Zentralafrikanischen Republik einsetzt. Es gehört einem Vertrauten des russischen Präsidenten Wladimir Putin. UN-Experten und westliche Staaten werfen der Truppe Menschenrechtsverletzungen vor.

Proteste gegen Wagner-Söldnern in Mali

Anzeige

Deutschland und Frankreich haben gegen die Anwesenheit von Wagner-Söldnern in Mali protestiert. Die EU drohte diese Woche mit Sanktionen gegen jeden, der sich in den Übergang zur Demokratie in Mali einmische.

Anzeige

In Mali hatte der Militär Assimi Goïta zweimal binnen neun Monaten gegen die Regierung geputscht und sich im Juni als Übergangspräsident vereidigen lassen. Auf internationalen Druck hin sind für Februar Wahlen vereinbart worden. Die EU fürchtet allerdings, dass sie verschoben werden.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow betonte, die Wagner-Gruppe habe ein legitimes Recht, in Mali zu sein, weil sie von der Übergangsregierung eingeladen worden sei. Russland sei darin nicht involviert.

RND/AP

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen