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Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte: Ungarn hat Familie unmenschlich behandelt

  • Eine asylsuchende Familie wurde in der Transitzone zu Serbien in Ungarn aus Sicht des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte unmenschlich und entwürdigend behandelt.
  • Die fünfköpfige Familie musste zwischen April und August 2017 in einem 13 Quadratmeter großen Container leben.
  • Zudem habe es keine angemessene und teilweise gar keine Nahrung gegeben.
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Röszke. Ungarn hat nach Ansicht des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte eine Asyl suchende Familie in der Transitzone zu Serbien unwürdig behandelt. Das Land verstieß gegen das Verbot unmenschlicher und entwürdigender Behandlung, wie das Straßburger Gericht am Dienstag mitteilte. Das Gericht sah zudem das Recht der Migranten auf Freiheit und Sicherheit verletzt. Ungarn muss den Kindern nun je 4500 Euro Entschädigung zahlen und den Erwachsenen jeweils 6500 Euro.

Keine ausreichende Nahrung

Zwischen April und August 2017 hatte die fünfköpfige Familie in Röszke an der serbisch-ungarischen Grenze in einem Container auf 13 Quadratmetern gelebt. Dort sei es extrem heiß gewesen. Die Kinder hätten kein angemessenes Essen bekommen, hieß es in der Beschwerde. Einer der Migranten habe zudem kein Essen erhalten, weil er sich bereits zum wiederholten Male um Asyl in Ungarn bemühte. Besonders weil die Mutter schwanger und die Kinder jung waren, habe die Situation ihre Rechte verletzt, entschied das Gericht.

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Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte gehört zum Europarat. Gemeinsam setzen sie sich für die Wahrung der Menschenrechte in ihren 47 Mitgliedstaaten ein.

RND/dpa

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