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Keine Biowaffe aus China: US-Geheimdienste rätseln weiter über Ursprung des Coronavirus

  • Das Rätseln über den Ursprung des Coronavirus geht weiter.
  • US-Geheimdienste haben auch nach einer dreimonatigen Prüfung kaum neue Erkenntnisse finden können.
  • Sie sind sich aber einig, dass China das Virus nicht als biologische Waffe entwickelt hat.
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Washington. Die US-Geheimdienste haben auch nach einer dreimonatigen Prüfung wenig neue Erkenntnisse zum Ursprung des Coronavirus. Nach wie vor herrscht bei den Geheimdiensten Uneinigkeit darüber, ob das Virus von einem Tier auf den Menschen übergesprungen ist oder möglicherweise doch seinen Ursprung in einem Labor hat, wie aus einem am Freitag veröffentlichten Bericht hervorgeht.

Die Geheimdienstexperten sind sich aber einig darüber, dass China das Virus nicht als biologische Waffe entwickelt hatte und dass die Führung in Peking vor der Pandemie keine Kenntnis von dem Virus hatte.

US-Präsident Joe Biden hatte im Mai eine 90-tägige Untersuchung zum Ursprung des Coronavirus angeordnet. China hat Ermittlungen der USA und der Weltgesundheitsorganisation WHO zu diesem Thema ausgebremst. US-Geheimdienstdirektorin Avril Haines sagte am Freitag, China behindere weiter die Ermittlungen und weigere sich, Informationen weiterzugeben. Fu Cong, ein Spitzenfunktionär aus dem chinesischen Außenministerium warf der US-Regierung vor, China ohne irgendwelche Belege zu beschuldigen.

Laut einer Zusammenfassung des Berichts sagten vier Angehörige verschiedener US-Geheimdienste, dass sie - allerdings mit einem geringen Grad an Sicherheit - davon ausgehen, dass das Virus von einem Tier auf den Menschen übergesprungen ist, so wie das auch die meisten Wissenschaftler vermuten. Ein fünfter Geheimdienst hingegen ist zumindest mit mittlerer Sicherheit der Auffassung, dass das Virus aus einem Labor stammt.

Welcher der US-Geheimdienste zu welcher These tendiert, gab das Büro von Geheimdienstdirektorin Haines nicht bekannt. In einer Mitteilung wurde eingeräumt, dass es ohne Mithilfe Chinas wohl keine neuen Erkenntnisse geben werde. Denn man brauche von dort Proben von den ersten mit Corona infizierten Patienten.

RND/AP

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