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„Unverantwortlich“: Patientenschützer strikt gegen 2G in Pflegeheimen

Patientenschützer warnen davor, den Zugang zu Pflegeheimen auf geimpfte und genesene Personen – also 2G – zu beschränken. Das würde zur Isolation der Bewohner führen, meinen sie.

Patientenschützer haben den Plan der Gesundheitsminister von Bund und Ländern scharf kritisiert, auch in Pflegeheimen das 2G-Modell zu ermöglichen, wonach nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt haben. Das sei unverantwortlich, sagte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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„Niemand kann ein Interesse daran haben, auf diese Weise einen Keil zwischen Angehörige und Bewohner zu treiben“, betonte er. „Ein selektives Betretungsverbot darf es für die 12.000 Heime nicht geben“, forderte er.

Stattdessen seien die Gesundheitsminister bei ihrer Konferenz am Donnerstag und Freitag aufgefordert, Beschlüsse für den Corona-Schutz und gegen die Isolation von 900.000 Pflegeheimbewohnern zu fassen, sagte Brysch.

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Konkret fordert er verpflichtende, tägliche, kostenlose Tests für alle Mitarbeiter, Besucher und Bewohner. Diese Regelung müsse auch für Geimpfte und Genesene gelten, sagte Brysch. Solche Tests nur zweimal in der Woche durchzuführen, wie es bisher im Beschlussentwurf vorgesehen ist, reiche nicht aus: „Sonst gelingt es nicht, das Virus vor der Einrichtung zu stoppen.“

Zügige Booster-Impfungen

Brysch forderte die Minister zudem auf, einen verbindlichen Fahrplan für die Booster-Impfungen der 4,2 Millionen Pflegebedürftigen vorzulegen. Sie müssten alle bis Ende November ihre Auffrischimpfungen erhalten haben, sagte der Verbandsvertreter.

Im Beschlussentwurf für die Tagung der Gesundheitsminister von Bund und Ländern heißt es: „Den Ländern bleibt es unbenommen, für Besucherinnen und Besucher von Pflegeeinrichtungen die sogenannte 2G-Regel vorzusehen.“

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