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IAEA warnt vor Material für Atombombe

Uneinigkeit mit Atom-Behörde: Iran plant neue Zentrifugen für Urananreicherung

Dieses von der iranischen Atomorganisation (AEOI) veröffentlichte Bild zeigt Zentrifugen in der Urananreicherungsanlage Natans. (Symbolfoto)

Teheran. Der Iran hat nach einer Resolution der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) gegen das Land den Betrieb weiterer Zentrifugen zur Anreicherung von Uran angekündigt. Das Außenministerium in Teheran bezeichnete die Resolution am Donnerstag als „hastig“ und „unausgeglichen“. Der Gouverneursrat der IAEA hatte den Iran darin am Mittwoch zur vollen Zusammenarbeit mit den Inspektoren der Behörde aufgerufen.

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Von den 35 Ländern in dem Gremium stimmten nach Angaben von Diplomaten nur China und Russland dagegen. Indien, Pakistan und Libyen enthielten sich der Stimme.

IAEA berichtet ebenfalls

Auch die Internationalen Atomenergiebehörde berichtete darüber, dass der Iran die Installation von leistungsfähigen Zentrifugen für die schnelle Urananreicherung plant. IAEA-Generaldirektor Rafael Mariano Grossi habe die Mitglieder darüber informiert, dass in der unterirdischen Atomanlage in Natans zwei Kaskaden des Zentrifugentyps IR-6 in Betrieb genommen werden sollen, teilte die UN-Behörde am Donnerstag mit. Eine Kaskade besteht aus einer Serie verbundener Einzelzentrifugen mit dem Ziel einer schnellen Urananreicherung.

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Die IAEA hatte zuvor schon gewarnt, dass der Iran nur noch wenige Wochen brauche, um Material für eine Atombombe zu bauen. Teheran betont immer wieder, Nukleartechnologie nur für friedliche Zwecke nutzen zu wollen.

Verhandlungen kommen seit April nicht mehr voran

Das 2015 erzielte Atomabkommen hatte die technischen Möglichkeiten Iran zur Urananreicherung limitiert. Die IR-6-Zentrifugen sind zehnmal schneller als die erste Zentrifugengeneration, deren Einsatz damals begrenzt wurde. 2018 zogen sich die USA unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump einseitig aus dem Abkommen zurück. Verhandlungen, das Abkommen zu retten, kommen seit April nicht mehr voran. Experten zufolge hat Iran Uran bereits bis zu 60 Prozent angereichert und ist nur noch einen kleinen technischen Schritt bis zur Anreicherung von atomwaffenfähigen Uran auf 90 Prozent entfernt.

Iran baut Überwachungskameras der Internationalen Atomenergiebehörde ab

Anlass der Streitigkeiten sind Unklarheiten über die Herkunft von Uranpartikeln, die an drei nicht vom Iran deklarierten Anlagen entdeckt worden waren.

Putin telefoniert mit Irans Präsidenten

Am Mittwoch hatten auch Russlands Präsident Wladimir Putin und Irans Präsident Ebrahim Raisi zu dem Thema telefoniert. Die Zusammenarbeit unabhängiger Staaten könne den „illegalen Druck“ des Westens neutralisieren, hieß es anschließend in einer Mitteilung des Präsidialamtes in Teheran.

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RND/dpa/AP

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