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„Unangemessen“ – Habeck kritisiert Aktion #allesdichtmachen

  • Grünen-Co-Vorsitzender Robert Habeck kritisiert die Aktion #allesdichtmachen deutlich.
  • Den Unmut der Kulturschaffenden kann er aber verstehen.
  • „Ohne Frage wurden Fehler gemacht.“
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Flensburg. Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck hat nach den Schauspielervideos von #allesdichtmachen eine Debatte über den Stellenwert der Kultur in der Pandemie gefordert. Die Aktion selbst bezeichnete er aber als „unangemessen“. Habeck sagte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): „Nach mehr als einem Jahr Pandemie sind viele Menschen erschöpft, zermürbt, einfach auf. Und dass gerade in der Kulturbranche, die als Erstes schließen und als Letztes öffnen wird, die Verzweiflung groß ist, ist nur nachvollziehbar. Und ohne Frage wurden Fehler gemacht. Man hätte viel früher viel konsequenter handeln müssen, um dann umso schneller differenziert vorzugehen.

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#allesdichtmachen: 50 Schauspieler mit umstrittener Aktion gegen Corona-Maßnahmen
1:41 min
Die Kunst- und Kulturszene leidet: Nun geben Schauspieler mit ironisch-satirischen Clips persönliche Statements zur deutschen Corona-Politik ab.  © dpa

Daher brauche es „Raum für eine kritische und streitbare Debatte über etwas, das so tief in unser aller Leben und unser aller Freiheit eingreift“. Die sarkastische Kampagne der knapp 50 Schauspielerinnen und Schauspieler kritisierte er allerdings deutlich: „Sie erscheint mir in ihrer Pauschalität und ihrer krassen Zuspitzung unangemessen. Gut, dass nicht alle da mitmachen. Heike Makatsch hat erkannt, dass das nach hinten losgeht, und sich davon distanziert. Respekt dafür.“

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Habeck, der vor seiner politischen Karriere Roman- und Theaterautor war, sagte weiter: „Wir sollten uns klarmachen, dass Kultur nicht irgendein Anhängsel ist, sondern Grundstoff einer lebendigen, demokratischen Gesellschaft ist. Und dass sie fehlt – in live und in echt.“

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