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UN-Tribunal verurteilt serbische Ex-Sicherheitschefs zu zwölf Jahren Haft

  • Das UN-Tribunal hat zwei serbische Ex-Sicherheitsdienstchefs zu zwölf Jahren Haft verurteilt.
  • Das Gericht hält sie für schuldig, im Bosnienkrieg in den 90er Jahren Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen zu haben.
  • 2013 waren die beiden noch freigesprochen worden.
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Den Haag. Das UN-Tribunal in Den Haag hat zwei Serben wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Bosnienkrieg zu jeweils 12 Jahren Haft verurteilt. Die beiden ehemaligen Chefs des serbischen Sicherheitsdienstes, Jovica Stanišic (70) und Franko Simatovic (71), wurden am Mittwoch der Beihilfe zu Mord, Verfolgung und Vertreibung für schuldig befunden. 2013 waren sie in einem höchst umstrittenen Urteil noch freigesprochen worden.

Das UN-Tribunal für Kriegsverbrechen kam nun zu einem anderen Urteil. Nach Ansicht des Gerichts spielten die beiden Männer eine „bedeutende Rolle“ beim Aufbau von paramilitärischen Einheiten, die für eine Terrorkampagne gegen Muslime und Kroaten verantwortlich waren. Allerdings sah es nicht alle Vorwürfe für erwiesen an.

Dies ist das letzte Verfahren vor dem UN-Gericht zu Verbrechen im Bosnienkrieg (1991-1995). Berufung ist möglich. Die Anklage hatte lebenslange Haft gefordert, die Verteidigung Freispruch.

RND/dpa

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