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UN-Sondergesandte über Militärgewalt in Myanmar: „Ein Blutbad steht unmittelbar bevor“

  • Die UN-Sondergesandte Christine Schraner Burgener hat den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen angesichts der Militärgewalt in Myanmar zum Handeln aufgefordert.
  • Es gebe eine beispiellose Gefahr für einen Bürgerkrieg.
  • „Dieser Rat muss einschneidende Maßnahmen in Betracht ziehen“, sagt sie.
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New York. Angesichts der anhaltenden Militärgewalt in Myanmar hat die UN-Sondergesandte Christine Schraner Burgener den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eindringlich zum Handeln aufgefordert.

Ein Zögern des mächtigsten UN-Gremiums hätte eine weitere Verschlechterung der Lage in dem südostasiatischen Land zur Folge, sagte die Schweizer Diplomatin am Mittwoch bei einer Sitzung des Sicherheitsrats in New York. Zugleich warnte sie: „Ein Blutbad steht unmittelbar bevor.“ Es gebe eine beispiellose Gefahr für einen Bürgerkrieg.

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Blutigster Protesttag in Myanmar: Sonderberichterstatter spricht von „Massenmord"
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Der UN-Sonderberichterstatter für Myanmar, Tom Andrews, bezeichnete das Vorgehen der Militärjunta in dem Land als „Massenmord“.  © Reuters
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Die Oberbefehlshaber schienen fest entschlossen, ihre Stellung mit Gewalt zu sichern, so die Sondergesandte für das ehemalige Birma weiter. „Dieser Rat muss einschneidende Maßnahmen in Betracht ziehen, die den Verlauf der Ereignisse in Myanmar umkehren können.“

Der Sicherheitsrat tagte bereits mehrere Male angesichts der exzessiven Gewalt des Militärs gegen die Protestierenden im ganzen Land. Nach einem früheren Treffen hatte das Gremium das Vorgehen der Armee verurteilt - Einfluss auf deren brutales Vorgehen hatte das aber offensichtlich nicht.

In Myanmar hatte die Militärgewalt am Wochenende bei landesweiten Protesten mit mehr als 100 Toten einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Die Vereinten Nationen bezeichneten den Samstag als „blutigsten Tag“ seit dem Militärputsch gegen Regierungschefin Aung San Suu Kyi vom 1. Februar. Insgesamt wurden schon mehr als 500 Menschen getötet, darunter auch mehrere Kinder und Jugendliche.

RND/dpa

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