UN-Sicherheitsrat: Blauhelmmission im Südsudan ausgeweitet

  • Einstimmig hat sich der UN-Sicherheitsrat für eine Ausweitung der Friedensmission im Südsudan ausgesprochen.
  • Eine auf drei Jahre angelegte Strategie soll eine Rückkehr zum Bürgerkrieg verhindern.
  • Die Resolution fordert ein, dass alle Kämpfe im Südsudan unverzüglich eingestellt werden.
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New York. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat am Freitag einstimmig für die Ausweitung des Mandats der UN-Friedensmission im Südsudan votiert. Die vom Sicherheitsrat angenommene Resolution stattet die fast 20.000 Kräfte umfassende Friedensmission mit einem Mandat aus, eine auf drei Jahre angelegte Strategie umzusetzen, die eine Rückkehr zum Bürgerkrieg verhindern und auf nationaler wie lokaler Ebene Frieden schaffen soll.

Die Blauhelmmission wird laut Mandat befugt, inklusive und rechenschaftspflichtige Führung zu unterstützen sowie „freie, faire und friedliche Wahlen.“ Die Resolution fordert ein, dass alle Konfliktparteien und bewaffneten Gruppen im Südsudan „unverzüglich die Kämpfe im gesamten Südsudan einstellen.“

Die Hoffnungen auf Frieden und Stabilität im Südsudan waren groß nach der lang erkämpften Unabhängigkeit vom Nachbarland Sudan im Jahr 2011. Aber die junge Nation driftete im Dezember 2013 ab in Gewalt zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Noch immer versucht der Südsudan die Wunden eines fünfjährigen Bürgerkrieges zu heilen, der einer Studie zufolge Hunderttausende Menschen das Leben kostete.

Eine im vergangenen Jahr gebildete Koalitionsregierung aus den zuletzt verfeindeten Lagern von Präsident Salva Kiir und Oppositionsführer Riek Machar setzt zwar mit Verzug ein Friedensabkommen durch, doch hält die tödliche Gewalt in Teilen des Landes an.

RND/AP

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