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UN-Klimachefin: CO2-Sparpläne vor Klimakonferenz reichen noch nicht

  • Wenige Monate vor der Weltklimakonferenz hat die Klimachefin der UN die Staatengemeinschaft zu ehrgeizigeren Klimaschutz-Plänen angemahnt.
  • Bisher blieben die Anstrengungen weit hinter den Forderungen der Wissenschaft zurück.
  • Außerdem haben China und Indien eine von den UN gesetzte Frist zur Einreichung neuer Klimaziele verstreichen lassen.
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Wenige Monate vor der Weltklimakonferenz COP26 in Glasgow hat die Klimachefin der Vereinten Nationen die Staatengemeinschaft ehrgeizigere Pläne zur Einsparung von Treibhausgasen angemahnt. Zwar hätten zum Stichtag 30. Juli deutlich mehr Staaten ihre Pläne vorgelegt, wie sie Emissionen reduzieren wollen, als noch ein halbes Jahr zuvor, teilte Patricia Espinosa am Samstag mit.

Allerdings lägen erst Ankündigungen von 58 Prozent der Länder vor – und die seien oft nicht ambitioniert genug. Bisher blieben die gemeinsamen Anstrengungen weit hinter den Anforderungen der Wissenschaft zurück, hieß es.

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Experten sind sich einig, dass sich bis 2030 weltweit viel mehr tun muss, wenn die Erderwärmung, wie 2015 von knapp 200 Staaten in Paris vereinbart, deutlich unter zwei Grad bleiben soll. Schon jetzt hat sich die Erde um rund 1,2 Grad erhitzt, im Vergleich zur vorindustriellen Zeit. Die Weltklimakonferenz in Glasgow im November gilt als wichtiger Meilenstein.

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Um das Ziel zu erreichen, müssten bis Ende dieses Jahrzehnts die Emissionen um 45 Prozent im Vergleich zu 2010 gesenkt werden, sagte Espinosa. „Die jüngsten extremen Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen auf der ganzen Welt sind eine eindringliche Warnung, dass viel mehr und viel schneller getan werden muss, um unseren derzeitigen Weg zu ändern“, sagte die UN-Klimachefin auch mit Blick auf die Überschwemmungen in Deutschland. Dafür müssten aber ehrgeizigere Ziele ausgegeben und umgesetzt werden.

China und Indien bleiben neue Klimaziele schuldig

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China und Indien haben eine von den UN gesetzte Frist zur Einreichung neuer Klimaziele verstreichen lassen. Die beiden bevölkerungsreichsten Länder der Erde zählen zu Dutzenden weiteren, die nach UN-Angaben bis zum 30. Juni keine Aktualisierung ihrer Pläne zur Begrenzung des Ausstoßes klimaschädlicher Treibhausgase unterbreiteten.

China stößt weltweit am meisten Treibhausgase aus, Indien liegt an dritter Stelle. Auf Rang zwei befinden sich die USA, die ihre neuen Ziele im April vorlegten. Saudi-Arabien, Südafrika, Syrien und 82 weitere Länder hätten es zudem versäumt, ihre national festgelegten Beiträge (NDCs) zu aktualisieren. Sie werden von den UN in einen Bericht übernommen, der zur Vorbereitung der Weltklimakonferenz im November dient.

RND/dpa/AP

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