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UN-Expertin mit Tod bedroht? Ranghoher Saudi weist Vorwurf zurück

  • Die UN-Menschenrechtsexpertin Agnes Callamard hatte den Mord an dem regierungskritischen saudischen Journalisten Jamal Khashoggi untersucht.
  • Einem ranghohen Vertreter Saudi-Arabiens hatte sie vorgeworfen, von ihm mit dem Tode bedroht worden zu sein.
  • Der Präsident der saudischen Menschenrechtskommission weist das zurück, er fühle sich „niedergeschlagen“.
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Riad. Ein ranghoher Vertreter der saudischen Regierung hat den Vorwurf zurückgewiesen, er habe der UN-Menschenrechtsexpertin Agnes Callamard mit dem Tod gedroht. Er sei niedergeschlagen, „dass irgendetwas, was ich gesagt habe, als Drohung interpretiert werden könnte“, erklärte Awwad al-Awwad, Präsident der saudischen Menschenrechtskommission, am Donnerstag über Twitter.

Die UN-Sonderberichterstatterin Callamard hatte den Mord an dem regierungskritischen saudischen Journalisten Jamal Khashoggi in Istanbul untersucht. Sie kam in einem Bericht zu dem Schluss, dass es glaubwürdige Hinweise auf eine mögliche persönliche Verantwortung des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman gebe.

Dem „Guardian“ sagte Callamard vor einigen Tagen, ein ranghoher saudischer Vertreter habe 2020 bei einem Treffen in Genf gleich zwei Mal damit gedroht, sie erledigen zu lassen, wenn sie nicht von den UN zurückgehalten werde. Das habe ihr ein damals anwesender UN-Kollege erzählt. Auf die Frage, wie ihre in Genf ansässigen Kollegen die Bemerkung damals verstanden hätten, antwortete Callamard: „Eine Todesdrohung. So wurde es verstanden.“ Einen Namen nannte sie nicht.

RND/dpa

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