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UN-Chef Guterres will “Jahrhundert der Gleichstellung von Frauen”

  • Geht es nach dem Willen von UN-Generalsekretär Antonio Guterres wird das 21. Jahrhundert das Jahrhundert der Gleichstellung von Frauen.
  • Die Ungleichheit der Geschlechter sei die "überwältigende Ungerechtigkeit unserer Zeit".
  • Nicht die Frauen, sondern die Systeme müssten verändert werden, sagt er.
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Berlin. UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat eine umfassende Gleichstellung von Frauen gefordert. “Das 21. Jahrhundert muss das Jahrhundert der Gleichstellung von Frauen sein”, schrieb Guterres in einem Gastbeitrag für die “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung” anlässlich des Weltfrauentags an diesem Sonntag. “Es ist an der Zeit, mit dem Versuch aufzuhören, Frauen zu verändern, und damit zu beginnen, die Systeme zu verändern, die sie daran hindern, ihr Potential zu entfalten”, mahnte Guterres. Er kritisierte, dass weltweit auf drei männliche Abgeordnete in den Parlamenten nur eine Frau kommt und zugleich den Männerüberschuss im technischen Sektor, an Universitäten und in Start-ups.

Guterres beschrieb die "Ungleichheit der Geschlechter" als "die überwältigende Ungerechtigkeit unserer Zeit und die größte Herausforderung für die Menschenrechte". Frauen würden "täglich mit Sexismus und männlicher Besserwisserei konfrontiert und als Opfer dafür auch noch verantwortlich gemacht", beklagte der UN-Generalsekretär.

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In einer am Freitag zum Weltfrauentag veröffentlichten Erklärung hatte Guterres konstatiert, dass Frauenrechte in den vergangenen Jahrzehnten bedeutende Fortschritte gemacht hätten, von der Abschaffung diskriminierender Gesetze bis hin zur Erhöhung der Zahl von Mädchen, die zur Schule gehen können. Doch gebe es derzeit einen herben Rückschlag. "In einigen Ländern wird der rechtliche Schutz vor Vergewaltigung und häuslicher Gewalt aufgeweicht; die sexuellen und reproduktiven Rechte von Frauen sind bedroht", kritisierte Guterres.

RND/dpa

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