UN-Berichterstatter bezeichnet Chelsea Mannings Haft als Folter

Chelsea Manning, frühere Wikileaks-Informantin, vor dem Bundesgerichtsgebäude in Alexandria.

Chelsea Manning, frühere Wikileaks-Informantin, vor dem Bundesgerichtsgebäude in Alexandria.

Alexandria. Ein UN-Experte hat die Freilassung der ehemaligen US-Geheimdienstkraft Chelsea Manning aus dem Gefängnis gefordert. Beugehaft wie die gegen Manning verhängte komme nach internationalem Recht Folter gleich, schrieb der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen zu Folter, Nils Melzer, in einem am Donnerstag veröffentlichten Brief an die USA.

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Manning war vergangenes Jahr für eine Aussage vor einer Geschworenenjury vorgeladen worden, die die Enthüllungsplattform WikiLeaks untersucht. Sie hat eine Aussage abgelehnt. Ein Gericht verurteilte sie zu bis zu 18 Monaten Gefängnis, solange sie sich nicht zu einer Aussage bereit erklärt. Es verhängte auch eine Geldstrafe von bis zu 1000 Dollar (etwa 900 Euro) pro Tag gegen sie.

Das Gericht hatte argumentiert, Manning habe wie alle anderen Bürger die Pflicht, legalen Vorladungen für eine Aussage Folge zu leisten und sie könne ihre Freilassung erreichen, indem sie einer Aussage zustimme.

Manning war sieben Jahre im Gefängnis gewesen, weil sie Dokumente an WikiLeaks übermittelt hatte. 2017 kam sie frei, nachdem der damalige Präsident Barack Obama ihre auf 35 Jahre angesetzte Haftstrafe herabgesetzt hatte.

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RND/AP

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