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Umweltministerin Schulze: Tesla-Entscheidung ist ein „Weckruf“

  • Bundesumweltministerin Svenja Schulze begrüßt die Standortwahl des US-Elektroautobauers.
  • Der brandenburgischen Landesregierung sei ein Coup gelungen.
  • Die Entscheidung Teslas berge aber auch eine Botschaft für all jene, die am Verbrennungsmotor festhalten, meint Schulze.
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Berlin. Bundesumweltministerin Svenja Schulze sieht in der Entscheidung des US-Elektroautobauers Tesla, seine europäische Fabrik bei Berlin zu errichten, ein Signal. „Die ökologische Wende in der Automobilwirtschaft schreitet voran“, sagte die SPD-Politikerin dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Zugleich berge die Standortwahl eine Mahnung für die Automobilindustrie und deren Fürsprecher: „Das ist auch ein Weckruf für all jene, deren Leidenschaft allein dem Verbrennungsmotor gilt“, erklärte Schulze.

Wichtig sei, so die Ministerin, dass die Jobs der Zukunft in Deutschland entstehen. „Und die Zukunft der Automobilwirtschaft liegt in sauberer, klimafreundlicher Mobilität“, betonte Schulze. Zudem spreche die Standortwahl von Tesla-Chef Elon Musk für die Attraktivität der Energiewende in Deutschland: „Die Investitionsentscheidung von Tesla zeigt auch, dass heimische Ökoenergie immer mehr zum Standortvorteil für Deutschland wird“, sagte die Ministerin.

Schulze sprach von einer „guten Nachricht für den Industriestandort Deutschland“ und lobte die Landesregierung in Potsdam: „Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und seinem Wirtschaftsminister Jörg Steinbach ist hier ein echter Coup gelungen.“

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Die geplante Fabrik des amerikanischen Elektroautohersteller Tesla unweit von Berlin soll 6000 bis 7000 Arbeitsplätze schaffen. Diese Zahlen nannte die Berliner Wirtschaftsverwaltung am Mittwoch. Als Standort für das Werk wurde die Gemeinde Grünheide ausgewählt, rund 35 Kilometer südöstlich von Berlin. Das wurde aus Kreisen der Brandenburger Landesregierung bestätigt.

Tesla-Chef Elon Musk hatte das Projekt überraschend am Dienstagabend bei der Verleihung des Goldenen Lenkrads von „Auto Bild“ und „Bild am Sonntag“ in Berlin angekündigt. Die Fabrik soll voraussichtlich Ende 2021 in Betrieb gehen und zunächst den künftigen Kompakt-Sportgeländewagen Model Y sowie auch Batterien und Antriebe bauen. Tesla werde zudem ein Ingenieurs- und Designzentrum in Berlin ansiedeln, sagte Musk. „Deutschland baut großartige Autos.“ Das sei einer der Gründe für die Standortentscheidung gewesen.

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